Nee, eher von 500 auf 400 km Reichweite bei guten Bedingungen, bleiben wir mal realistisch. Weiterer Aspekt, weswegen der neue kleine Akku im täglichen Fahren (nicht Langstrecke) ähnlich gut ist, wie der große: Es ist ein LFP Akku. Die schaffen das 3-4 fache an Ladezyklen von NMC (laut Ford BDA: 850 Zyklen Minimum für die NMC). LFP kannste jeden Tag vor der Abfahrt bedenkenlos auf 100 % laden oder häufig schnellladen oder auch fast leer fahren, vertragen die viel besser als NMC Akkus. LFP ist also im Alltag besser nutzbar.
Hätte ich gerne gehabt (und weniger gezahlt).
Ich vergleiche den Mach E mit 91kW mit dem AWD 79kW…58kW kommen für mich nicht in Betracht.
Offenbar scheint aber auch der AWD im realen Betrieb nur auf 400km bei „guten“ Wetterbedingungen kommen - und dann habe ich den psychologisch bedingt unangenehmen Eindruck von „ich verschlechtere mich“, denn beim Mach E sehe ich in der Tat auch mal die 600km, das höchste waren im ersten Sommer 700(!!!) km Reichweite bei 100% (gefahren bin ich dann real 595km)
IUnd wenn es heißt, dass der Akku 850 Ladezyklen verträgt, dann wären das so viele Kilometer, die wohl hier kaum jemand mit einem Auto fahren wird.
Was ist ein Ladezyklus? Der Ladezyklus ist ja nicht das bloße Anstöpseln, ein Ladezyklus beinhaltet eine komplette Ladung der gesamten Kapazität. Nehmen wir als Beispiel einen Explorer AWD, dann beinhaltet ein Ladezyklus 79kWh.
Bei 850 benannten Ladezyklen sind das also 67150 kWh, die bis zum Exitus des HV geladen werden könnte. Legt man einen Durhcschnittsverbrauch von 23kWh zugrunde, wäre die theoretische Lebenserwartung eines Akkus also 291.957km
Na klar, werden bei dieser rein theoretischen Rechnung die Degradation und die Ladeart (Schnellladen, 11kW-Laden) nicht berücksichtigt, aber dennoch, eine 1/4 Millionenkilometerleistung ist eine Richtung, die jeglichen E-Autohassern und -zweiflern, die ein gebrauchtes E-Auto grundsätzlich für wertlos abtun, „eigentlich“ den Wind aus den Segeln nehmen und nur noch ein laues Lüftchen in ihrer Argumentation übrigbleiben lassen sollte.
Will sagen:
Ich mache mir über Ladezyklen mittlerweile gar keine Gedanken mehr und sind, wenn überhaupt, nur Beiwerk bei der Entscheidung des Kaufs eines E-Autos.
Würde ich einen Verbrenner bis zu seinem Ableben fahren (lege ich mal wie die zB Gerichte bei Wertgutachten) 160.000km Laufleistung zugrunde) würde mich ein E-Auto deutlich überleben - Ein E-Auto mit einem 79kW-Akku, sollte die 160000 km locker mit zumindest 70% der Auslieferungskapazität erreichen. Das wären, lege ich mal die 400km zugrunde, immer noch 280km Reichweite, also bei weitem noch nicht den Schrottwert erreichend…
Und ich bin sicher, sowas wie die EV-Klinik in Berlin, wird es nicht nur einmal geben, da kannste für derzeit ca. 1/5 eines Neuakkus den Akku komplett wieder aufbereiten lassen (es werden gezielt defekte Zellen identifiziert und ausgetauscht), das wird dann auch nicht teurer als ein aufbereiteter AT-Verbrenner-Motor.
Und dann sei mir noch erlaubt - auch das Thema „abbrennen“ kann ich irgendwie nicht mehr nachvollziehen - statistisch gesehen brennen Verbrenner deutlich mehr ab als E-Mobile.
Klar ist die Brandentwicklung bei einem E-Auto mit herkömmlichen Akkus eine gänzlich andere, das Ergebnis ist aber das gleiche…ich halte es nur für immens wichtig, dass die Autohersteller von E-Fahrzeugen IMMER eine mechanische Türöffnung für den Fall der Fälle gewährleisten, denn wenn bei den modernen Schließsystemen kein Strom mehr anliegt, wird es schwierig mit der Türöffnung…
Grüße