Beiträge von smartuser

    Ich habe wegen der hohen Lade/Entlade-Leistung ein eigenständiges ESS (EnergieSpeicherSystem) verbaut statt der üblichen propietären Akkus, die zu den eingesetzten Wechselrichtern passen. Mein System kann ca. 10kW laden/entladen. Mein Verhältnis von PV zu Akku-Leistung liegt bei ca. 1:1.

    Genau zu einer solchen Lösung mit höheren Lade/Entladeleistungen würde ich heute auch greifen, das würde die Flexibilität beim Laden weiter erhöhen. Als wir die PV installiert haben, hatte ich das noch nicht so auf dem Schirm. Mittlerweile haben wir eine Sauna, die beim Aufheizen 7,5 kW zieht. Auch da wären höhere Entladeströme also hilfreich.

    Was mir fehlt ist der "Digital Key", also das Handy als Schlüssel verwenden. Sollte ja mit 6.0 möglich sein. Mal sehen, ob Ford es umsetzt.

    Mir wären bessere Möglichkeiten der Ladesteuerung lieb. Einstellung des Ladestroms über die App (das geht ja selbst im Auto nur rudimentär; in allen E-Autos, die ich hatte, konnte ich den Ladestrom zumindest im Auto in 1 A Schritten einstellen (im BMW ging das auch über die App, der Ford kann ja nur 50 oder 100%). Das ist schon hilfreich, wenn man an der eigenen PV-Anlage überwiegend mit PV-Überschuss lädt. Mittlerweile lade ich mit EVCC, da ist das Problem dann gelöst, weil ich dort den Ladestrom einstellen kann. Das Handy als digitaler Schlüssel hat für mich keine Bedeutung. So wird wohl jeder eigene Interessen haben.

    Letztlich muss aber das Verhältnis von installierter Akku- zu PV-Leistung stimmen. Idealerweise liegt es zwischen 1 und 1.5. Im Sommer ist der Akku meistens ohnehin übervoll und im Winter oftmals zu leer. Je nach Nutzungsverhalten können aber auch ganz andere Verhältnisse sinnvoll sein.

    Entscheidend kann sein, dass man eine hohe Energiemenge in den Akku pumpen kann. Das ermöglicht es, sonnenreichen Stunden im Winter optimal nutzen zu können.

    Entscheidend ist in der Tat, dass die Kombination PV-Anlage/Speicher an sich zusammen passt und dass das System zu den individuellen Randbedingungen passt. Unser Speicher war so ausgelegt, dass er uns auch durch eine lange Winternacht gebracht hat (an schönen Wintertagen wurde der schon voll). Als dann unser Batteriehersteller unsere Batteriemodule kostenlos getauscht hat, weil er neue Software entwickelt hatte, mit der die alten Module Schwierigkeiten hatten und er nicht auf Dauer zwei unterschiedliche SW-Systeme pflegen wollte, hat er uns für die Belästigung 5,5 kWh Speicher geschenkt (dafür war noch Platz im Batterieschrank). Dadurch haben wir jetzt 22 kWh statt 16,5. Das ist morgens im Sommer schon praktisch, weil da noch genug in der Batterie ist, dass ich früh mit dem Laden anfangen kann, ohne Netzstrom zu ziehen. Da der Batterie-WR nur 4,6 kW kann, lade ich halt nicht mit voller Geschwindigkeit. In 2 h knapp 10 kWh, aber das reicht mir dicke für das, wofür ich das Auto später am Morgen brauche. Mehr nachgeladen wird dann, wenn die Sonne richtig scheint. Damit lade ich in den Sommermonaten zu deutlich mehr als 90% mit PV-Überschuss (dieses Jahr hat das sogar bereits seit Februar immer geklappt). Wenn natürlich unsere Kinder da sind (da gibt es auch zwei E-Autos), dann wird es eng.

    Sobald wieder Geld in der Kasse ist werde ich unseren Hausakku zusätzlich noch auf 20 kWh vergrößern um auf 99% autarke Energie zu kommen. Also pauschal würde ich nicht sagen das es nicht Lohnt, aber das ist ja bei allem so, es kommt immer auf die eigenen Gegebenheiten an.

    99 % Autarkie werden schwierig, weil die Regelsysteme eine gewisse Menge Strom verbrauchen, der in der Regel aus dem Netz stammt. Wir haben so etwa 0,3-0,5 kWh Bezug am Tag bei 12,2 kWp Anlagennennleistung und 22 kWh Speicher. Insbesondere wenn das Wetter wechselhaft ist, sind die Regelelektroniken zu langsam, was zu einem gewissen Bezug führt. Autarkiegrad im Sommer kommt kaum über 98%. Habe alle Werte in Echtzeit, da ich ein IMSys nutze und die Anlage zudem in Home Assistant überwache. Aber ein größerer Akku hat schon Vorteile, da er die Flexibilität beim Laden vergrößert und den Eigennutzungsgrad weiter verbessert.

    Also dass sich Überschussladen bei einem Hausakku nicht lohnt würde ich so nicht unterschreiben.

    Das würde ich auch nicht. Wir laden seit 5 Jahren an der eigenen Wallbox. PV-Anlage 12,2 kWp und 22 kWh Speicher (5,5 kWh hat uns der Batterieanbieter geschenkt). Tagsüber haben wir im Sommer eine Erzeugung von mehr als 70 kWh. Die Batterie hat, wenn der Vortag schön war, in der Regel noch etwa 40% am Morgen (wir haben wegen IT und Kühlgeräten eine hohe Grundlast). Scheint die Sonne, ist die Batterie spätestens um 12 Uhr voll. Danach wird für 8 ct eingespeist - wenn ich nicht lade. Das mache ich auch schon früh morgens. Dann lade ich mit 4,5 kW (das ist das was der Wechselrichter der Batterie kann) und ziehe mir die Batterie leer bis die PV-Anlage genug liefert). Der Reststand der Batterie reicht in der Regel für etwa 2h. EVCC läßt sich sehr gut einstellen und zieht die Batterie bis zu einem gewissen Restfüllstand, den ich vorher eingebe, leer (eine solche Einstellung hat unsere WB selbst leider nicht). Ohne Akku könnte ich ohne Netzbezug zu diesen Zeiten nicht laden. Die so geladenen kWh reichen mir dann locker für das was, wofür ich das Auto später morgens brauche. So komme ich beim Laden auf einen PV-Anteil von deutlich über 90% und bin flexibler, was die Ladezeiten angeht, in denen ich ohne Netzbezug laden kann. An einem schönen Tag wird die Batterie problemlos wieder voll und bringt mich über die nächste Nacht. So kommen wir auf einen Eigennutzungsgrad unseres PV-Stroms übers Jahr von fast 75 %. Von April bis September sind wir zu mehr als 90 % autark. Im Winter reicht es für die Wärmepumpe natürlich nicht.

    Naja, scheinbar ist das ja ein EU-Recht des Besitzers. Sich damit rauszureden, es sei kein Feature, ist etwas fade.

    Immerhin sind wir es, die die ganzen Daten generieren, jedes erdenkliche Detail ausprobieren und die besten aller Beta-Tester sind. Eigentlich sollten wir dafür monatlich Geld bekommen.

    Das EU-Recht des Nutzers ist der diskriminierungsfreie Zugang zu seinen Daten:

    Art. 3 "Vernetzte Produkte werden so konzipiert und hergestellt und verbundene Dienste werden so konzipiert und erbracht, dass die Produktdaten und verbundenen Dienstdaten – einschließlich der für die Auslegung und Nutzung dieser Daten erforderlichen relevanten Metadaten – standardmäßig für den Nutzer einfach, sicher, unentgeltlich in einem umfassenden, strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format und, soweit relevant und technisch durchführbar, direkt zugänglich sind." Da steht übrigens nichts von Echtzeit.

    Diese Verpflichtung erfüllt der Hersteller vermutlich über die eigene App.

    Ist der Nutzer ein Unternehmen, ist der Hersteller nicht einmal verpflichtet, die Daten kostenlos zur Verfügung zu stellen (folgt aus Artikel 9) . Wenn ich jetzt z.B. über HA zugreife, zählt HA vermutlich als Unternehmen und insoweit scheitert die Petition vermutlich schon an diesem Punkt.


    Art 4 des Data Act regelt den Zugang zu Daten, wenn der Nutzer keine App erhält, über die er zugreifen kann. Im Unterschied zu Artikel 3 ist da auch vorgesehen, dass die Daten dann in Echtzeit zur Verfügung gestellt werden müssen:

    "Soweit der Nutzer nicht direkt vom vernetzten Produkt oder verbundenen Dienst aus auf die Daten zugreifen kann, stellen die Dateninhaber dem Nutzer ohne Weiteres verfügbare Daten einschließlich der zur Auslegung und Nutzung der Daten erforderlichen Metadaten unverzüglich, einfach, sicher, unentgeltlich, in einem umfassenden, gängigen und maschinenlesbaren Format und – falls relevant und technisch durchführbar – in der gleichen Qualität wie für den Dateninhaber kontinuierlich und in Echtzeit bereit. Dies geschieht auf einfaches Verlangen auf elektronischem Wege, soweit dies technisch durchführbar ist."


    Der Hersteller kann aber den Zugang beschränken, wenn er Sicherheitsbedenken glaubhaft machen kann (die Schiene ist BMW gefahren, als die die API gesperrt haben, wurde dies mir gegenüber damit begründet, das der Zugriff von Drittanbietern (wie HA) auf die Daten eine Sicherheitslücke darstellen würde und man dies zukünftig daher nur Partnern von BMW gestatten würde (die dann vermutlich dafür bezahlen müssen). HA wird sicher nicht zahlen und ist auch kein Partner von BMW. Wer eine BMW Wallbox verwendet und mit EON einen Stromvertrag abschließt (EON ist ein Partner von BMW), der bekommt die Daten nach wie vor über die API. Sachlich ist das Sicherheitsargument wohl nicht zutreffend (ich halte HA für sicherer als die Apps der Hersteller), aber schwer angreifbar.

    Grundsätzlich hat der Besitzer des Fahrzeugs nach meinem Verständnis der EU-Regelung aber gar keinen Anspruch auf die Zurverfügungstellung der Daten über eine API oder andere Schnittstelle) zur Verwendung in Programmen von Drittanbietern, wenn der Fahrzeughersteller die Daten über eine eigene App zur Verfügung stellt (erster Satz des Art. 4 der Verordnung iVm Artikel 3 der Verordnung)- was wohl bei allen Fahrzeugherstellern der Fall sein dürfte. Daher rechne ich bei der Petition nicht mit allzu allzu großen Chancen. Letztlich, das muss man einräumen, verursacht der Datentransfer ja auch Kosten, die umso höher sind, je umfangreicher die Forderungen bei der Zurverfügungstellung sind. Am Ende erwarte ich, dass die Hersteller irgend wann einmal sagen: Gegen Geld bekommst Du die Daten außer über unsere App auch über eine API zur Verwendung in Programmen von Drittanbietern.

    Im Worst Case reduzieren die Hersteller die Daten, die erfasst werden, und werden dann auch über die App weniger Daten liefern. Eine Verpflichtung zur Erfassung von Daten welcher Art auch immer, ergibt sich durch den Data Act nämlich nicht.

    @matz

    da hast du Recht, sollte eine API nach EU Data Act kommen wird die wohl nur lesend sein, die von mir benutzte verwendet auch die Schnittstelle der APP und kann jederzeit abgedreht werden.


    Ford hat zumindest eine offilzielle lesende API mit der "Official FordConnect Query API", aber eigentlich nur für Entwickler, und auch schon mal vorübergehend für neue Accounts gesperrt :(

    Das mit der Sperrung für private Nutzer war für mich ja der Anlass, den anderen Weg über den Ford Pass zu gehen. Haben sie aber mittlerweile wieder aufgehoben, was man so hört. Die von mir jetzt verwendete Integration kann das Laden starten und stoppen, die Türen öffnen oder verriegeln sowie vorklimatisieren. Alles Andere ist wie in der App nur lesend. Reicht mir aber für meine Hauptanwendung des Ladens über EVCC, denn da will ich einfach den Ladestand in EVCC haben. Und das funktioniert.

    VW hat seine API geändert, deshalb funktionieren die (inoffiziellen) Zugriffe der Drittanbieter nicht mehr ohne Anpassung: https://heise.de/-11312757


    In dem Artikel wird auch von einer Petition berichtet, die durchsetzen soll, dass Fahrzeughersteller Echtzeitnutzung der Daten ermöglichen soll, lt. Petition entsprechend dem EU Data Act: https://www.change.org/p/eu-da…seren-fahrzeugdaten-geben

    Stand vor 5 Minuten hat mein Zugriff über Home Assistant noch funktioniert. Die Daten werden nach wie vor an HA geliefert. Ich nutze aber nicht den FordConnect Query-Zugang, da ich im März kein Developer-Konto anlegen konnte (Ford hat dies zeitweise für Privatnutzer gesperrt gehabt), sondern eine andere Integration über den FORD Pass (die etwas komplizierter einzurichten ist als über Ford Connect Query). Ich habe auch gestern noch mit EVCC (als Addon in HA) geladen und auch da waren die Daten für smartes Laden in EVCC nach wie vor vorhanden. Vielleicht ist der Explorer von der Änderung des API-Zugangs bei VW nicht betroffen, weil es eine eigene FORD API ist. Würde eigentlich erwarten, dass sich Ford hier nicht einfach an die VW API hängt.

    Hoffe doch sehr, dass Ford hier nicht das Gleiche macht wie BMW im September letzten Jahres, die Drittanbieter ab da auch ausgesperrt haben. BMW war bis dahin vorbildlich, auch die Integration in Home Assistant. Auf meine Beschwerde beim BMW Vorstand wurde mir recht deutlich kommuniziert, dass BMW den Zugang in Zukunft nur für Ihre Partner einräumt, von denen BMW wohl Geld für den Zugang bekommt. Home Assistant zählt da nicht dazu - das System ist ja kostenlos. Wenigstens bietet aber die BMW App brauchbare Möglichkeiten, Ladestrom und Zielladestand über die App einzugeben, was beim Exi ja überhaupt nicht geht. Unser BMW ist inzwischen eh aber nicht mehr bei uns (Leasing abgelaufen).

    Das mit der Petition sehe ich als ziemlich aussichtslos an, denn es wird ja von den Herstellern nicht mit diesem Feature als zugesicherte Eigenschaft geworben. Und die Betriebsfähigkeit des Fahrzeugs hängt auch nicht vom Zugang zu den Daten über die API ab. Dass das Ganze nicht in die Zeit passt (Stichwort smartes Laden) ist völlig klar, aber rechtlich kaum anzugreifen. Die Hersteller wollen da eine zusätzliche Einnahmequelle für den Zugriff auf die Daten erschließen.

    Bin mal gespannt, wie lange Smart noch so viele Daten über die API an HA liefert (wir haben noch einen #1).

    Echt schade das Ford bei den GJR noch immer auf die alten Continental AllseasonContact schwört,

    obwohl die neueren Continental AllseasonContact 2 um Welten besser sind lt. ADAC Test.

    Continental ist wahrscheinlich froh, dass ihnen Ford noch die alten Reifen abnimmt.

    Wir haben den ersten Winter mit den All Season Contact hinter uns und sind bis jetzt eigentlich ganz zufrieden.