Wallboxen 11kw

  • Vielleicht mal einen Randthema, habt ihr euch auch alle um einen vernünftigen Überspannungsableiter inklusive fach- und sachgerechter Installation (insbesondere ausreichende Querschnitte zur Erde) gekümmert?


    Vorstellbar dass manche Elektrobetriebe sowas überhaupt nicht auf dem Zettel haben (habe von solchen Firmen schon genug Pfusch gesehen), beim selber machen das gleiche.

    Wie KannNixRichtig sagt, dürfte man seine PV ohne diese Ausstattung heute gar nicht mehr genehmigt bekommen. Bei mir kam dann auch der 50A-SLS und der passende ÜSA in den Vorzählerbereich und dann entsprechend weiter mit 16² zum Zähler. Zur Potentialausgleichsschiene dann mit 16² starr und da ich das Zeug jetzt einmal am Bestellen war, habe ich damit auch die UK und den WR "versorgt". Das Zeug zu verlegen war a "pain in the a--", aber ich neige beim Selbstbauen eher zum Übertreiben als zum Pfuschen. Wen soll ich auch verklagen, wenn's Mist war?


    Und... was soll ich sagen... der Kollege beim Zählerwechsel hatte dennoch etwas zu mosern, da mein Netzbetreiber seit einem guten Jahr noch einen Lasttrenner im oberen Anschlussraum unmittelbar hinter dem Zähler sehen will, damit seine Leute beim Zählerwechsel durch die Rückeinspeisung nicht von der Leiter fallen. Dass ich den WR auf der Strecke zur Einspeisung zweifach allpolig mit Leitungsschutzschalter und RCD abtrenne, hat ihn nicht interessiert. Okay, Vorschrift ist Vorschrift, also werde ich den 63A-Lasttrenner von Hager (o.ä.) da noch reinbasteln. Langsam wird's voll im Schrank... ^^

    Ford Explorer Select, RWD, frostig weiß, AHK, All Season Tires, Händlerbestellung bestätigt am 26.06.26

  • Aktuell muss jede Elektroinstallation, die Verbraucher mit mehr als 4.2kW Leistung betreibt, über einen SLS (SelektiverLeitungsschutzSchalter) und einen ÜSS (ÜberSpannungsSchutz) verfügen.

    Nützt halt nichts, wenn man in einem Altbau wohnt, da ist der ÜSS i.d.R. nicht vorhanden.
    Den ÜSS in ein separates Gehäuse bauen macht wenig Sinn, der sitzt im Idealfall direkt hinter den Vorsicherungen.

    Grüße
    Jens

    Everyone should be able to have an emotional support miniature horse!

  • ...Den ÜSS in ein separates Gehäuse bauen macht wenig Sinn...

    Es ist egal, ob du in einem Altbau wohnst. Wenn du heute einen Verbraucher >4.2kW wie z.B. eine Wallbox anschließen möchtest, musst du diese Veränderungen vornehmen. Wie du das platztechnisch löst, bleibt dir überlassen.

    Oft ist eine neue Hauptverteilung irgendwo die einfachste Lösung. Dann einfach ein fettes Kabel zur alten und fertig 8)

    HardCore-DIYler mit missionarischem Hang zur Weltverbesserung, Eigentümer eines achatschwarzen Ford Explorer Premium 79kWh RWD 2026.75

  • Nicht wirklich...ich bin ja HardCore DIYler 8)

    HardCore-DIYler mit missionarischem Hang zur Weltverbesserung, Eigentümer eines achatschwarzen Ford Explorer Premium 79kWh RWD 2026.75

  • Und das ist mal wieder voll Deutschland!!!


    Wenn du eine fette Heizung für deinen Pool hast, die mit 11 kW läuft..... Interessiert keinen.

    Hast du in der Schäune eine alte Drehbank, die auch satte 10 kW über Kraftstrohm weglutscht.....

    auch kein Problem.... interssiert niemanden. Auch die 3 Inverter-Klimaanlagen..... fragt dich keiner!


    Aber sobald du ne Wallbox anbauen, oder ein Balkonkraftwerk anbauen willst, werden alle

    wuschig und wollen Geld an dir verdienen. Dann muss sogar deine Wallbox vom Stromanbieter steuerbar sein.

    Was für ein Humbuk!


    Und die Elektriker sterben ja eh immer den Heldentod, wenn sie vor einem alten Anschlusskasten stehen!


    VG

  • Die von mir erwähnten Änderungen müssen bei jedem (Dauer-)Verbraucher, der mehr als 4.2 kW Anschlusswert hat, gemacht werden; unabhängig davon, ob es sich um eine PoolHeizung, eine PV-Anlage oder eine Wallbox handelt.

    Letztlich findet sich in der VDE-Norm jedoch kein Hinweis darauf, dass man seinen bestehenden Verteilerkasten deswegen austauschen muss. Das ist eher Etwas, das man dem Marketing der Elektrobranche zuschreiben muss.


    Man kann die Leistungsfähigkeit der eigenen Elektroinstallation natürlich auch prüfen, in dem man einfach mal eine 22kW-Wallbox anschließt und sie ein paar Stunden mit Vollgas laufen lässt. Da kann man je nach Setting die Leitungen riechen und/oder auch anhand dunkler Streifen an der Wand erkennen 8o Sinnvoller ist es womöglich vorher die Anlage zu prüfen und bei Bedarf entsprechend anzupassen ;)

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    Einmal editiert, zuletzt von KannNixRichtig ()

  • Netzberteiber interessieren sich weniger für dich als einzelnen Kunden. Sie müssen vielmehr die gesamte Netzauslastung bestmöglich kalkulieren und idealerweise steuern können, denn sie sind für die Netzstabilität in einem der stabilsten und zuverlässigsten Stromnetze weltweit zuständig. Und in der Hinsicht sind potentielle Dauerläufer (Wärmepumpe, Wallbox, PV) sehr interessant. Sauna, Holzspalter oder Poolheizung laufen hingegen nur sehr selten, unregelmäßig und nicht synchron im ganzen Land. Deren Lastprofil geht im Rauschen unter. Ausnahmen gibt es überall und die Gründe sind vielschichtig. Ich würde aber nicht alle Entscheidungen als "typisch deutsch" oder als Bürokratismus abstempeln.


    The pure and simple truth is rarely pure and never simple. Oscar Wilde.

    Bestellung am 14.08.2026: Capri Premium AWD volle Hütte mit AGR und GJR in Blue My Mind Metallic...;(...ok, dann eben Agate Black Metallic

  • Und die Elektriker sterben ja eh immer den Heldentod, wenn sie vor einem alten Anschlusskasten stehen!

    Das kann ich bestätigen. Vorher müssen sie Dir aber noch klar machen, dass sie mindestens eine neue Vorschrift mehr kennen als Du und die absolute Deutungshoheit auf alle bekannten Vorschriften haben...

    ...und dann klemmt der letzte Experte beim Zählerwechel die Antennenleitung der neuen Zählanlage in der Tür ein und sagt mir das wäre jetzt so vom Netzbetreiber freigegeben, eine andere Verlegeart für ihn unzumutbar (sprich plus fünfzehn Minuten Arbeit) und der NB würde für diese Verlegeart 300 Zählerschranköffnungen garantieren bevor das Antennenkabel durch wäre. Öfter müsste man da eh nie ran. Ohne Worte. Ich würde mir gern die Zeit nehmen, das zu korrigieren, aber das Antennenkabel verschwindet natürlich im verplombten Bereich. :rolleyes:


    Man kann die Leistungsfähigkeit der eigenen Elektroinstallation natürlich auch prüfen, in dem man einfach mal eine 22kW-Wallbox anschließt und sie ein paar Stunden mit Vollgas laufen lässt. Da kann man je nach Setting die Leitungen riechen und/oder auch anhand dunkler Streifen an der Wand erkennen 8o Sinnvoller ist es womöglich vorher die Anlage zu prüfen und bei Bedarf entsprechend anzupassen ;)

    Das würde ich liebend gern tun, die Easee kann das, die zwei separaten 10² zu den Wallboxen müssten das tragen und die jeweils 32A LS ebenfalls. Leider kann der Exi nur 11kW AC und der 22kW-Lader ist nicht für Geld und gute Worte zu bekommen...

    Ford Explorer Select, RWD, frostig weiß, AHK, All Season Tires, Händlerbestellung bestätigt am 26.06.26