Beiträge von thommy

    Na, die für den Stellenabbau Verantwortlichen werden sich jetzt aber mal schön in den Allerwertesten beißen. Andererseits ist bei dem derzeitigen Schlingerkurs der Weltpolitik auch jedwede strategische unternehmerische Planung Russisch Roulette. Und selbst im politisch vergleichsweise stabilen Deutschland ändern sich die Rahmenbedingungen alle vier Jahre um 180°, weil ja alle Programme jeder Vorgängerregierung grundsätzlich völlig verkehrt waren. Wer will denn da noch planen?

    Die Vorgabe einer Wartung alle 4 Jahre las ich bis dato gelegentlich, jedoch stets ohne eine valide Quellenangabe. Abgeleitet wurde dies aus den Wartungsvorgaben für MEB von VW und Skoda und dann als Vermutung auf Explorer/Capri übertragen, wenn ich das richtig verfolgt habe. Eine überprüfbare Quelle, dass Ford die identische Vorgabe macht, habe ich bis dato nicht gefunden. Ich verstehe aber, dass die Vermutung nahe liegt, dass Ford zumindest ähnliche Vorgaben macht. Andererseits hält Berichten zufolge kaum eine Werkstatt die entsprechende Technik vor, um den Service durchführen zu können. Ob Ford in diesem Fall wirklich eine gleichlautende Vorgabe macht, sei mal dahingestellt.


    Abgesehen davon hat man offenbar bei Skoda/VW mittlerweile ab Modelljahr 2025 das Wartungsintervall auf 8 Jahre hochgesetzt.

    Ich habe auch lange gegrübelt und sie schließlich mitbestellt. Das war nicht zwingend eine rationale Entscheidung der Wirtschaftlichkeit, sondern eine des Komforts und des Grundsatzes "Besser haben als brauchen". Außerdem ist dann das Gewissen nicht gar so schlecht, wenn man die Vorklimatisierung regelmäßig nutzt. Und mit der Garantieverlängerung auf 7 Jahre erhoffe ich mir immerhin keine Mehrkosten im Vergleich zur PTC-Heizung ^^ In ein paar Jahren wird sich zeigen, wie klug diese Entscheidung war.

    Der Vergleich zwischen einer Wärmepumpe zu Hause und im Auto hinkt doch ein wenig. Das Haus ist eher selten den Gegebenheiten eines Autos ausgesetzt und die Leistungsfähigkeit der "winzigen" WP im Auto wird auch selten bei einem COP über 2,5 liegen. Leider gibt es diesbezüglich keine genauen Angaben.

    Und wo hast du dann die 2,5 her?

    Wenn das Ding einen 1a Ampelstart bei Grün macht, wird in 1 von 10 Fällen wohl noch irgend einer vom Querverkehr im Weg sein, der bei dunkelgelb bis rot noch gefahren ist.

    Und das, obwohl eine Überfahren der Ampel bereits bei Gelb schon verboten ist, wenn die Möglichkeit besteht, vor der Ampel rechtzeitig zum Stillstand zu kommen. Ja, klar, viele drücken drauf (ich auch gelegentlich). In den letzten Jahren beobachte ich aber immer häufiger, dass bei 1-2 Sekunden Rot noch gefahren wird. Sind dann dieselben Typen, die sich bei Grün darüber aufregen, dass noch jemand vom Querverkehr mit dem Popo im Kreuzungsbereich steht 8o Hach, der Straßenverkehr ist ein Schlaraffenland für die Verhaltensforschung :D Ich hoffe darauf, dass die Vernetzung irgendwann so gut ist, dass ein Überqueren bei Rot unmöglich ist und gleichzeitig sinnlose Standzeiten an Ampeln eliminiert werden.

    Okay, MrMKL, ich habe das sicherlich überspitzt formuliert. Liegt wohl daran, dass mir die Miesepetrigkeit in unserem (wirklich) tollen Land so auf den Zeiger geht. Wir leben in einem der wohlhabendsten Länder auf dieser Erde, genießen eine hervorragende Gesundheitsversorgung, Meinungsfreiheit, Rechtsstaatlichkeit und weitestgehende Stabilität...und ich höre jetzt schon höhnisches Gelächter und ein "Ja, noch!", gefolgt von Untergangsszenarien. Das höre ich aber schon seit Jahrzehnten.


    Natürlich kann und sollte man vieles noch besser machen: Digitalisierung, Bürokratieabbau, soziale Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, Umweltschutz, Integration, Ausrichtung von Subventionen etc., aber die Undankbarkeit für das, was wir doch eigentlich haben, das Anspruchsdenken und oftmals die Verweigerung, die Sachverhalte und Probleme aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und in diesem Spannungsfeld gelassen abzuwägen lässt einen gelegentlich verzweifeln. Und dann ist die Regierung (die ich auch nicht gewählt habe) immer an allem Schuld und muss schnellstmöglich wieder ausgetauscht werden, damit man sich über die nächste "schlechteste Regierung aller Zeiten" aufregen kann.


    Manchmal denke ich, wir sind wie ein kleines, plärrendes Kind: Müde, übersättigt und die Buchse voll - und egal, was Mama und Papa tun, nichts ist richtig.


    Das war nicht speziell gegen dich gerichtet, MrMKL. Ich ertappe mich ja gelegentlich selbst dabei, wie ich mich über so manche Dinge aufrege, die man viel schneller viel besser machen könnte. Und dann muss ich mich immer wieder bremsen und mir sagen: So semmer halt, schnelle Veränderungen wollen wir Deutschen gar nicht. Hat alles seine Vor- und Nachteile und richtig oder falsch gibt es da nicht.