Beiträge von MarcV8

    Ich kenne das gesuchte Produkt von BMW und Mercedes als "Federunterlage".
    Da es sich um meist 1-2 Finger an Höherlegung handelt weiß ich nicht, ob Du das meinst.


    Eine extreme Höherlegung im Big Foot Style wird wohl nur mit anderen Federbeinen und Antriebswellen und eventuell weiteren geänderten Fahrwerksteilen gehen.

    Die ganze Geometrie lässt sich ja nicht endlos spreizen. Ich stelle mir das Gutachten dafür auch recht teuer vor, mit den ganzen Fahrversuchen in Sachen höherer Schwerpunkt, etc.

    Ist zwar etwas Offtopic, aber gut ...

    Dem SL (nicht AMG) mangelt es an einer mechanischen Differentialsperre.

    Der C63 hat mit 2 Grad Sturz und "nur" 265ern naturgemäß trotz Sperre Traktionsprobleme aufgrund des heftig reinhauenden Drehmoments. Mit ESP off ist dann fröhliches Querfahren angesagt.

    Bei Trockenheit ist er auf der Renne mit geübtem Fahrer dennoch deutlich schneller als ein C43, das sehe ich als C43-Besitzer gern ein.


    Auch 500 PS sind mit Hinterradantrieb gut zu handeln, wenn Fahrwerksgeometrie und / oder Gewichtsverteilung entsprechend ausgelegt sind. Siehe P 911 oder diverse Mittelmotorsportwagen.

    Bin gespannt, ob es mal einen derart kräftigen Einachsantrieb im Elektro-Segment geben wird.

    Ich hätte auch gern einen RWD mit 340 PS genommen, wenn es ihn denn gäbe.


    Um beim Thema zu bleiben: Im Gegensatz zu Verbrenner-Allradlern bringt die zweite angetriebene Achse ja wesentlich weniger komplexe Technik mit sich.

    Beim Verbrenner habe ich zusätzlich ein Verteilergetriebe in der Fahrzeugmitte, eine Kardanwelle nach vorn und ein ölbefülltes Differential.

    Beispielsweise BMW hatte mehrere Jahre lang Probleme mit den Verteilergetrieben, die sehr empfindlich auf unterschiedliche Abrollumfänge der Reifen reagierten.

    Da hat man beim BEV mangels mechanischer Verbindung von Vorder- zu Hinterachse schon mal keine Last mit.

    Wie sieht es eigentlich beim BEV in Sachen Differential /Öl / Wechsel aus, da habe ich auf breiter Flur noch nichts drüber gelesen?


    Um bei Heinz seinen Argumenten zu bleiben, die ich teile: Ein Premium AWD wiegt nur 77 kg mehr als ein Premium RWD. Das sind auf Basis 2.102 kg (RWD) lediglich aufgerundet 4 % Mehrgewicht bei immerhin 19 Prozent Mehrleistung. Der relativ geringe Mehrverbrauch wäre mir das wert, zudem verbinde ich mit SUV-Optik irgendwie auch SUV-Traktion, wenn es mal drauf ankommt.

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    Das ist das Video.
    Als Auto Motor Sport TV gelabelt. Hinter AMS und Automobil steckt die Motor Presse Stuttgart (Blochs Arbeitgeber), die das Format in Kooperation mit Vox (RTL = Bertelsmann) produziert.

    irgendein Tester hatte mal in einem Video bei seinem Rundentest auf einem kurvigen Parcour gezeigt, dass der EXI da schon dazu neigt mit dem Heck weg zu gehen.

    Ich finde das Video nicht mehr. Da war immer ein Vergleich mit dem ID4 dabei, meine ich. ich weiß aber auch nicht mehr ob es der AWD oder RWD war.

    Das war Alex Bloch in der TV-Sendung Auto Mobil. Es war der 286 PS RWD auf einem relativ engen Testgelände. Mich hat der Test aufgrund des für mich angenehmen Fahrverhaltens als Interessent für den Exi geworben.

    Auf einem Gleitbelag / Schleuderplatte würde ich vom Auto nicht erwarten, dass es irgendwas wegregelt.


    Aus ErFAHRung: Die Hersteller sind in der Abstimmung der ESP-Systeme erfahrungsgemäß mehr oder weniger gut oder lassen manche Autos auch bei ESP an bewusst an der langen Leine.

    Mit meinem Mustang konnte ich im Fahrmodus normal, ESP eingeschaltet, durchaus einen deutlichen Quersteher beim Abbiegen auf Nässe verursachen, wenn ich zu grobmotorisch unterwegs war.

    Ich für mich hätte bei Sperrdifferential und 450 PS aber auch nichts anderes erwartet. Andererseits hat so etwas bislang jeder von mir bewegte BMW M im Ansatz weggeregelt. Blink Blink Blink, was so Spinner wie mich dann dazu "nötigt", das ESP zu reduzieren oder abzuschalten. Ob das dann im Sinne des Erfinders ist, steht auf einem anderen Blatt ...


    Den Exi bin ich bislang nur im Trockenen gefahren. Ohne irgend eine Ahnung, ob und was man da in Sachen ESP deaktivieren kann (daher nichts verstellt), kam bei provozierten Lastwechseln (mittlere und hohe Geschwindigkeit) und bei Leistungsübersteuern (max. 50 km/h) durchaus etwas Leben in die Bude, was mir gut gefällt. Alles auf den 286 PS RWD bezogen.

    Selbst noch nicht erlebt, aber von einem anderen Exi Besitzer (2024er AWD) gehört, dass ihm immer wieder bei nasser Fahrbahn das Heck ausgebrochen ist in Kurven, aber immer noch rechtzeitig wieder eingefangen hat. Genaue Umstände kann ich natürlich leider nicht beurteilen, da nur Erzählung.

    Das beruhigt mich als AWD-Interessenten.

    Die Probefahrt mit einem 286 PS RWD Exemplar hat mir gut gefallen, weil sich das Heck, z.B. bei provozierten Lastwechseln, schön zum Mitlenken bewegen lässt.

    Alex Bloch (TV Auto Mobil) lobt die ungeahnte Dynamik des RWD ja auch sehr.


    Ich fände es schade, wenn der AWD durch naturgemäß leicht andere Balance und auf 4 Pfoten verteilte Antriebskräfte total langweilig zu fahren wäre.

    Einen AWD konnte ich bislang noch nicht probefahren.

    Danke, ich freue mich auf Deinen Bericht.


    Grundsätzlich nimmt ein AWD ja prinzipbedingt* immer (etwas) Agilität, daher bin ich auf die subjektiven Eindrücke gespannt.


    *) - RWD erzeugt bei Leistungseinsatz im Vergleich mehr Giermoment um die Hochachse, selbiges gilt für das Schleppmoment
    - Angetriebene Vorderräder können je nach Leistungsabruf nicht mehr vollständig die Seitenführung übernehmen (Kammscher Kreis)

    - Die Gewichtsbalance wird etwas kopflastiger (frontlastiger), was das Einlenk- und Eigenlenkverhalten beeinflusst

    - Das Gesamtgewicht steigt etwas


    Der Hersteller wird durch unterschiedliche Fahrwerksgeometrien eventuell gegensteuern, vielleicht auch über Torque Vectoring, aber vom Grundsatz her passen die "Contra AWD" Punkte.

    Bei 2 gleichstarken Autos würde ich mich, wenn es kein SUV wäre, wohl immer für RWD entscheiden. Da der Allrad zumindest bei Verbrennern außer Traktionsvorteilen nur Nachteile hat.


    Long story short: Bin gespannt, was Du nach den Probefahrten schreibst.

    Was Du beachten solltest, falls es für Dich von Relevanz ist, der AWD ist zwar immer noch handlich, aber dennoch dreht der RWD Kreise um ihn, wenn Dir also ein extrem, wirklich extrem wendiges Auto wichtig ist, dann ist der AWD hier schlechter. Realistisch ist er aber immer noch handlich und hat einen vernünftigen Wendekreis.

    Meinst Du damit in erster Linie den größeren Wendekreis des AWD oder eher eine beeinträchtigte Agilität?
    Ich bin bislang nur den 286 PS RWD probegefahren.


    Tendiere aber zum 340 PS AWD. Aus folgenden Motiven:

    - aktuelles Auto hat 367 Benziner-PS (C43T S205) bei "nur" 1,7 t Gewicht. Da will ich das Leistungsgewicht nicht allzu sehr verschlechtern

    - in Sachen Wintertraktion würden dann wohl auch Ganzjahresreifen in Betracht kommen

    - Thema Traktion auch bei Hängerbetrieb. Ich mache ab und zu mit ein paar Kumpels Holz im Wald / auf einer Wiese o.ä.. Die jetzt 1,8 t Anhängelast entsprechen 1:1 meinem aktuellen Auto. Top.

    - SUV-Optik und Allrad gehören für mich aus Gewohnheit irgendwie zusammen