Beiträge von MarcV8

    Im Moment des Schiebebetriebs ist beim Verbrenner die Schubabschaltung aktiv, der Motor pumpt also ohne Einspritzung nur gegen die Verdichtung an.

    Aber ich weiß, was Du meinst: Die zuvor eingesetzte Energie wird beim BEV zu großen Teilen dank Rekuperation wieder dem Akku zugeführt.


    Wenn ich dann hoffentlich bald als BEV-Fahrer hier aktiv mitschreiben kann werde ich mir angewöhnen, bei der Beschreibung von Fahrzuständen möglichst immer die gewählten Einstellung und Verkehrsbedingungen dabei zu schreiben, um Missverständnissen vorzubeugen.

    ... im starken Schubbetrieb ...

    Das müsstest Du bitte definieren, zumindest ich kann mir darunter nichts vorstellen. Zu Wasser und auf der Schiene schon eher ...


    Bei Verbrennern gibt es:

    Last (=Beschleunigen oder Tempo am Berg halten)

    Schleppgas (Geschwindigkeit halten, auch von Kurvenfahrt im Grenzbereich bekannt)

    Schiebebetrieb (Fuss vom Gas)


    Danke.

    Ergänzend möchte ich noch anmerken:


    Im Kombiinstrument "Tacho" wird Energieverbrauch und Rekuperation ja nur als ziemlich dünner Strich von wenigen Pixeln Höhe dargestellt.

    Es kann daher sein, dass so manch Fahrer diesen filigranen Balken nicht im Blick hat.

    Das machen andere Hersteller deutlich markanter, z.B. BMW.


    Aber nachdem ich mich im großen Zentraldisplay zum Momentanverbrauch durchgekämpft habe, wird es einem dort ja sehr deutlich in gut ablesbaren Zahlen dargestellt.

    Hier kann man dann ja nach Belieben mal mit "B", mal mit dem Pedal verzögern und beobachten, ob sich die Werte unterscheiden. Was sie bei vergleichbarer Verzögerung wohl nicht tun werden.

    na ja, grundsätzlich schon, allerdings hast du mit dem ACC das verzögerte anfahren, es entsteht immer eine Lücke zwischen dir und dem Vordermann, was den sog. Ziehmonika-effekt insbesondere im Stadtverkehr und bei Staufahrten verstärkt...

    Dann müsste doch die Kombination aus

    - Bremsen weitestgehend dem ACC überlassen

    - Beschleunigen aus dem Stand heraus manuell (sobald ich das Gas loslasse, übernimmt der ACC ja wieder, oder?)

    - Übersteuern bei Konstantfahrt ohne Vordermann ebenfalls manuell mit dem rechten Fuss.


    Ich hatte ACC in einem Benziner, da habe ich es gehasst, weil mich das Bremsen in Situationen, wo ich einfach hätte ausrollen lassen oder heruntergeschaltet hätte (Motorbremse) sehr gestört hat.

    Daher habe ich wohl noch ein gestörtes Verhältnis zum ACC (er, sie, oder es), was sich hoffentlich dank Gewöhnung auflöst.

    Die von mir beschriebene Herangehensweise konnte ich mit einem aktuellen A6 etron über 300 km Autobahn- und Landstraßenfahrt gut ausprobieren. Nur Downtown-Erfahrung fehlt mir noch.

    Das kann ich als noch-nicht-Praktiker als gut nachvollziehen.


    Was mich technisch interessieren würde: Wie unterscheidet sich "segeln" vom "manuell den Fuss so halten, dass die Geschwindigkeit gehalten wird"?

    Beim Verbrenner wird beim Segeln ja das Automatikgetriebe ausgekuppelt und der Motor im Leerlauf gehalten, was je nach Streckenprofil vorteilhafter sein kann als die Schubabschaltung (Gang drin, null Einspritzung).

    Hier gibt es also einen nachvollziehbaren Unterschied in Mechanik und Motorsteuerung.


    Wie das Segeln jedoch beim BEV funktioniert, ist mir nicht so ganz klar. Oder vielleicht auch von Fahrzeug zu Fahrzeug unterschiedlich, dazu noch diverse Fahrprogramme ...


    Aus der Theorie gesprochen (und was ich bei Explorer-Probefahrten getestet habe) würde ich meist wohl auch mit aktivem Abstandstempomaten bei deaktiviertem Spurhalteassistenten fahren und dabei per Gaspedal meist das Tempo leicht übersteuern, um nicht zum Verkehrshindernis zu werden. Und dann bei Verzögerungsbedarf einfach den Fuss vom Gas nehmen und das System machen lassen. Dabei natürlich stets wachsam und bremsbereit sein. Und auf Strecken mit wenig Verkehr mein Wunschtempo mit der SET-Taste "fixieren".


    Passt das soweit?

    O.K. Danke für den Hinweis. Wenn es so einfach mit der SET-Taste geht, dann ist das für ein länger geltendes Limit, z.B. auf einem Autobahnabschnitt, ja auch recht praktikabel.


    So, jetzt sollte ich aber bald mal nen Probefahrttermin ausmachen und Euch nicht endlos mit Detailfragen nerven. Obwohl, ist bestimmt gute SEO für's Forum ...

    Danke für die wertvollen Hinweise!

    Automatischen Zuschlag gibt es nicht, da musst du selber die Geschwindigkeit hochsetzen (auch da unterscheidet sich der Explorer nicht von anderen Autos). Siehe auch die Diskussionen um die Geschwindigkeitswarnung hier im Forum.

    Danke für die Infos.
    Detailfrage zum "Zuschlag": Also jedesmal mit der Tempomat-Taste den Wert schrittweise erhöhen, sobald ein neues Tempolimit gilt?
    Falls ja, ist das belassen auf Sollwert (Schild) plus Übersteuern per Fuss wahrscheinlich die komfortablere Alternative.

    Ich habe bei meiner ersten Probefahrt (286 PS RWD) den Abstandstempomat nicht genutzt.

    Das will ich bei meiner nächsten Probefahrt (AWD) jetzt mal nachholen.


    Interessieren tut mich die Übersteuerbarkeit des Assistenten via Gas und Bremse.


    Meckert er dann in dem Augenblick, wo ich eingreife, oder ändert sich einfach nur irgendwas an der Symbolik im Display (so kenne ich es von Audi)?

    Fällt er, wenn ich meinen Eingriff beende, ohne irgendein Zutun (Bestätigung o.ä.) wieder in den Automatikmodus zurück? So würde ich es mir wünschen.

    Oder ist es aus Sicherheitsgründen so, dass die automatische Reaktivierung nur geht, wenn ich mich dem Sollwert von oben nähere? (So ist es beim normalen Tempomaten eines Verbrenners).


    Kann ich dem adaptiven Tempomaten einen "Zuschlag" auf das aktuell gültige Tempolimit mit auf dem Weg geben, z.B. + 5 km/h?

    In der Praxis würde ich das dann mit dem Fuss um weitere 5-15 km/h übersteuern, da in meiner Gegend außerorts meist 10 - 20 km/h schneller gefahren wird (kein Wunder bei der Inflation an 50 und 70 Schildern).

    Und eben in sensiblen Gegenden einfach das Auto machen lassen.

    Detailfrage zum Segeln:


    Beim Verbrenner wird hier ja ausgekuppelt und der Motor entweder im Leerlauf betrieben oder gar abgeschaltet. Was für manche Situationen sparsamer ist als Schubabschaltung (Nichteinspritzung) im Gang.


    Wie sieht das technisch beim Explorer aus?

    - Es wird doch ein bisschen Gas gegeben, um das Tempo zu halten

    - Es wird mit einer definierten Stärke auch in D sanft rekuperiert

    - Es wird innermotorisch (magnetisch / Felder) auf geringsten Widerstand eingeregelt

    - Es wird auch hier mechanisch entkoppelt (glaube ich mangels einer Art Kupplung nicht)