Ich bin sehr gespannt, wie sehr das Drehmoment den Reifenabrieb vorantreibt. Vermutlich halten die Pneus hinten halb so lange wie vorne
Dabei aber bitte nicht vom hohen Motordrehmoment erschrecken lassen. Vor 20 Jahren gab es ähnliche Diskussionen, als die Turbodiesel immer kräftiger wurden.
Letztendlich zählt nur die Leistung bzw. das Raddrehmoment. Sprich: Nach einem hohen Motordrehmoment folgt noch die Untersetzung.
Und damit fährt es sich so, wie sich ein 286-PS-Auto mit 2,1 Tonnen Gewicht eben fährt. Natürlich mit super Ansprechverhalten, da im Gegensatz zum Verbrenner kein Herunterschalten notwendig ist und (sofern aufgeladen) kein Turboloch überwunden werden muss.
Auf der anderen Seite der Medaille ist deutlich zu spüren, dass dem gängigen Eingang-Antrieb der meisten e-Autos bei höheren Geschwindigkeiten die Puste ausgeht. Da soll wohl (nicht selbst gefahren) bei etron GT / Taycan das 2-Gang-Getriebe eine spürbare Verbesserung bringen.
Zurück zum Eingang-Getriebe: Der A6 etron Avant meines Schwagers beschleunigt trotz gut 400 PS bei 140 oder 160 km/h spürbar träger als mein C43 mit 367 PS (9-Gang Automatik).
Es sind beides Allrad-Kombis, die rund 500 Mehr-Kilogramm des Audis (Benz 1,7 t, Audi 2,2 t) sollten bei höheren Geschwindigkeiten keine große Rolle spielen.
Aus dem Stand heraus sind sie gleich schnell, da gleichen sich wohl meine Minder-PS mit seinen Mehr-Kilos aus.
Die von mir gefahrenen RWD-Varianten von Explorer und Mach-e waren im Vergleich zu meinem Benziner oberhalb von 120 km/h lahme Gurken.
Das weiß ich und darauf stelle ich mich ein. In der Praxis und im Alltag überwiegen für mich ganz klar die Vorteile des e-Autos.
Ich will dann eben nur zur stärkst möglichen Motorisierung greifen. Also in meinem Fall AWD 340 PS.