Ging mir umgekehrt. Ich kann die rundgelutschten IDs nicht mehr sehen, ebenso nicht die Allerwelts-Elroqs. Tavascan ist mir zu aufdringlich. Da kam der Explorer gerade recht mit seinem Design wie ein Matchboxauto.
Genau so
Die Ids sind völlig emotionslos, Elroq und Enyaq wirken bieder auf mich. Und genau für den Fall hat VW dann das Cupra-Regal, aber die Kisten sehen einfach nur Prollo-sportlich aus mit ihrem bösen Blick und dem affigen Racing-Design. Darüber haben wir in den 90er noch gelacht (naja, wie bei so vielen Stilrichtungen, die heute etabliert und in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind
). Überhaupt sind mir Autos heute häufig zu aggressiv designt. Ellbogengesellschaft halt. Autofahren als Ventil, um aus dem engen Korsett des Alltags und dem veränderten Rollenbild des Mannes auszubrechen.
Explorer und Capri empfinde ich da als ziemlich stabil - eine gelungene Mischung aus klassisch amerikanischem und dennoch sportlichem Design. Konservativ, mit erprobter Technik, aber unverwechselbaren Designakzenten wie dem Explorer-Heck, den Capri-Doppelscheinwerfern oder der markanten C-Säule. Und gerade das Interieur finde ich sehr wichtig - das sieht man nun mal am häufigsten - und das ist bei beiden sehr gelungen. Das fließende Design mit Bicolor, dem senkrechten Display und vor allem ohne lächerliche Rallyeambitionen.