Explorer als Zugfahrzeug

  • Meine Erfahrung mit dem Explorer AWD MJ 2026 als Zugfahrzeug:


    Ich habe mit einem 750-kg-Kasten-/Planenanhänger meine neue Vespa GTS 310 abgeholt. Insgesamt waren es knapp 400 km, davon rund 350 km mit Anhänger – zunächst leer und auf der Rückfahrt mit der Vespa im Anhänger.

    Vom Fahrverhalten her ist der AWD wirklich klasse. Der Explorer liegt mit Anhänger wie ein Brett auf der Straße, sehr ruhig und souverän. Durch das hohe Eigengewicht und den sofort verfügbaren Elektroantrieb merkt man einen solchen Anhänger fahrdynamisch kaum.


    Was bei meinem MJ 2026 ebenfalls positiv auffällt: Der Spurhalteassistent funktioniert auch bei angeschlossenem Anhänger. Beim MJ 2025 war das bei meinem Capri noch anders. Da liesss sich auch die Heckklappe bei Nutzung der AHK nicht el. öffnen.


    Der Haken ist der Verbrauch. Bei 90–100 km/h auf Autobahn und Landstraße lag ich teilweise bei etwa 32–36 kWh/100 km. Ohne Anhänger liege ich auf längeren Sommertouren eher bei 16–17 kWh/100 km. Die Reichweite reduziert sich mit Anhänger also erheblich.


    Das Laden selbst ist dagegen völlig okay. Mit vorkonditioniertem Akku funktioniert bei mir 10 auf 80 % in ungefähr den von Ford angegebenen 26 Minuten.


    Mein Fazit: Als Zugfahrzeug fährt sich der Explorer AWD hervorragend – Leistung, Stabilität und Fahrkomfort passen. Auf Langstrecke muss man sich allerdings mit dem deutlich höheren Verbrauch und entsprechend häufigeren Ladestopps arrangieren.

    Ford Explorer AWD Premium | MJ 2026 | seit 29.06.2026

    AHK · Panorama-Glasdach · Wärmepumpe · Fahrerassistenz-Paket

    One-Pedal-Drive · AGR-zertifizierte Ergonomie-Sitze

    vorher: Ford Capri MJ25 ~40.000 km

  • Vielen Dank für die Erfahrung.

    Da bin ich Komplett bei dir.


    Ich finde immer, wenn man dann mal umrechnet wieviel 36kwh/100km im vergleich zum Benziner sind dann wäre das ein Verbrauch von 4l / 100km und das ist schon eine krasse Energieausbeute.

    Ford Explorer, Select, AWD, AHK, Fahrassistenz-Paket, Traveler-Paket, Wärmepumpe.

    Bestellt: 19.03.26; Produktionsdatum: 22.06.26; Beim Händler angeliefert: 17.07.26; Übergabe am: 24.07.26

  • Bin gestern so ca. 800km mit Anhänger gefahren. Die maximal erlaubte Anhängelast wurde ausgereizt (1800kg) um ein Auto zu transportieren. Also für 420km Fahrstrecke haben wir ca. 8 Stunden benötigt. Das ist vollkommen indiskutabel.

    Neben der deutlich reduzierten Reichweite (netto maximal 150km) kommt dann noch das Problem der Ladesäulenstruktur hinzu (wenn man nicht dauernd abkoppeln möchte, was zusätzliche Zeit kostet), wo es leider nur sehr wenige hängerfreundliche Stationen gibt.

    Sowas werde ich definitiv so schnell nicht mehr machen.

    Ja, klar, im Vergleich zum Benziner/Diesel, ja, alles bekannt. Aber mit einem Verbrenner wäre ich in 5 Stunden oder weniger wieder zu Hause gewesen. Vielleicht 5,5 Stunden wenn man Pause gemacht hätte.

    Fahrzeug: Explorer Premium AWD 340 PS Magnetic Gray, alle Optionen, Modelljahr 2026.75 (Software-Version 2.0)

  • wie ist das zu verstehen?

    Du bist 210 km mit einem Auto auf dem Hänger gefahren und 210 km mit leerem Hänger?

    Wenn ja, wie hoch war jeweils der Verbrauch?

    Explorer Select AWD, Bj, 11/25 in Arctic-Blue mit Komfort-Paket, Fahrerassistenz-Paket und AHK

    VW-E-UP! Bj 10/22 mit großer Batterie und Vollausstattung, mit Fahrradträgerkupplung

  • Na ja, hier kommen eben viele negativen Einflussfaktoren für einen schlechten Verbrauch zusammen…


    - Relativ kühle Temperaturen

    - eine voll ausgeschöpfte Anhängelast

    - ich vermute Autobahn

    - AWD


    Mich hätte jetzt auch mal interessiert, was war der BC-Verbrauch, was war der Ladeverbrauch, was war die Durchschnittsgeschwindigkeit…alles Punkte, die einer „vernünftigen Verbrauchsbewertung“ dienlich wären.


    Ich vermute, es waren dann drei Ladestopps, irgendwas im Bereich 20-80%-Ladungen, dann läge der Brutto-Verbrauch bei irgendwas um die 30-35 kWh…klar, das sind dann alleine für die Ladestopps ca. 90 Minuten (?; oder wie viel Zeit musstest du für die Ladestopps aufwenden? Wieso hättest du mit einem Verbrenner knapp 3 Stunden weniger gebraucht?), die für eine Fahrt mit einem Verbrenner zur „Reisezeit“ dazukommen. Alles andere sollte ein Verbrenner im Anhängerbetrieb genauso gemacht haben, wie ein E-Auto, die anhängerbedingten Geschwindigkeitsbeschränkungen gelten für beide Fahrzeugtypen gleichermaßen.

    Aber wissen wir nicht um diese Umstände vor dem Kauf eines E-Autos?


    Grüße

    Ford Explorer 2026.75 Prem RWD - Weiteres:

  • Deine Rechnung ist schon sehr gut, am Bordcomputer waren es 34,6 kWh/100km.

    Nur das Problem ist nicht die Netto-Ladezeit, sondern die Brutto-Ladezeit, also die gesamte Zeit bis man "an der Säule" ist.

    Trotz entsprechender Vorbereitung (mit u.a. evcaravan.de) war nicht jede Säule erreichbar oder verfügbar wie geplant. D.h. man benötigt deutlich mehr Zeit um erstmal eine passende Säule zu finden, wo man entweder direkt heran fahren kann oder wo man zumindest den Hänger abkoppeln kann. Das kostet alles Zeit.

    Verstehe auch nicht warum es so wenige Ladeplätze gibt wo man vorwärts rein und vorwärts raus fahren kann. Einzig bei den Teslas gibt es das relativ häufig. Die haben da offenbar weiter gedacht.


    Auf dem Hinweg, mit leerem Hänger, was der Verbrauch geringer, 26,4kWh/100km. Das war gerade noch OK, da bin ich sogar auch etwas schneller gefahren als auf dem Rückweg.

    Fahrzeug: Explorer Premium AWD 340 PS Magnetic Gray, alle Optionen, Modelljahr 2026.75 (Software-Version 2.0)

  • Wobei ich mich dann immer frage, wie oft macht man sowas?

    Wenn ich einmal im Jahr für nen Autotransport 3 Std länger brauche, was solls.

    Wenn ich sowas regelmäßig mache -->falsches Auto gekauft

    Bestellt 16.04.26

    Ford Explorer Premium 210kW RWD, Blue My Mind , Fahrerassistenz Paket, B&O, AHK, Traveller Paket

    Am 03.09 produziert, 23.09 Anlieferung beim Händler