12-V-Steckdose Dauerstrom

  • Also rein theoretisch sollte die 12V Batterie auch bei ausgeschaltetem Fahrzeug nachgeladen werden bei der MEB Plattform. Hier gab es mal ein Update, auch bei Ford.

    Habe leider kein Beispiel von Ford, aber im Id.4 Forum hab ich von einem Versuchsaufbau gelesen, mit Voltmeter an der 12V Dose. Auto war abgesperrt und eine Weile gestanden, als auf einmal die Spannung auf gut 14V gestiegen ist. Hier wurde dann nachgeladen.

    Lt. BDA bei Ford ja auch so.

    Ob das nach Update immer zuverlässig und fehlerlos funktioniert, keine Ahnung :/

    Bestellt 16.04.26

    Ford Explorer Premium 210kW RWD, Blue My Mind , Fahrerassistenz Paket, B&O, AHK, Traveller Paket

    Liefertermin unverbindlich Anfang September

  • Ich habe ja geschrieben - das ist alles rosarote Theorie - meine Erfahrung jetzt bei drei Elektrofahrzeugen: Es funktioniert einfach nicht…🤷🏻‍♂️

    Eine effektvolle Ladung der LVB erfolgt nur mit eingeschalteter „Zündung“/laufendem System

    aktuell: Mustang Mach E

    Händlerbestellung 16.04.2026:

    Ford Explorer 2026.75 Premium RWD, schwarz, Fahrerassistenz-, Traveller-Paket, Premium B&O, WP, AHK, AGR, GJR auf schwarzen Hochglanzfelgen, Garantieverlängerung 7 Jahre

    Produktion: Mitte Juli 2026

    Liefertermin lt. Bestellung: 3. Q 2026

  • Die Frage ist nach welchem Grenzwert geht das ganze. Ich denke nicht, das dass Ziel der Ladung im ausgeschalteten Zustand ist die 12V Batterie auf 100% zu halten.

    Wenn jetzt im Stillstand die Spannung beispielsweise von 12.4V auf 12V fällt, hat das System meiner Meinung nach keinen Grund hier schon tätig zu werden. Sollte die Spannung dann weiter fallen dann sollte nachgeladen werden.


    Woher weißt du, dass es bei dir nicht funktioniert? Dann müsstest du ja regelmäßig liegen geblieben sein? Ohne angehängtes Messgerät bekommt man es ja auch gar nicht mit wenn im Stand mal für 15 min nachgeladen wird. Daher fand ich den Versuch im id Forum ganz gut.


    Ich vermute das viele Probleme auch dadurch entstehen, dass oft die billigste 12V Batterie eingebaut wird, die der Hersteller finden kann. Und wenn die dann Schluckauf hat und die Spannung spontan wg. Defekt abfällt, hat auch kein System mehr ne Chance nachzuladen.

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  • Ich würde mir gerade bei einem Fahrzeug, das "Explorer" heißt, wünschen, dass man solche Funktionen integriert hätte. Tesla hat ja schon lange einen dog mode, camp mode, keep climate on oder sentry mode. Für den "Entdecker" würde ich mir schon wünschen, dass man auf Reisen eine Funktion hat, um eine Kompressorkühlbox durchlaufen zu lassen ohne sich Gedanken um die 12 V Spannung machen zu müssen. Dann nehme ich auch gerne SoC Verluste über Nacht in Kauf, aber die Technik ist ja schon da und bei einem 80 kWh Akku noch eine separate Powerstation mitnehmen zu müssen finde ich unnötig. Mich würde auch interessieren, ob eine frühzeitig verschlissene 12 V Batterie durch Garantie oder durch die Ford Flatrate + abgedeckt ist.

  • Die künftige 230v Dose liefert auch im abgeschalteten Fahrzeug Strom, wenn sie aktiviert wurde. Da ginge das dann, da die an der HV Batterie hängt.


    Ja so einen Dog Mode würde ich mir auch gerne wünschen. Gut die 30min aktuell reichen uns. Aber wäre ja auch nicht so schwer umzusetzen.


    Gibt einen Workaround fürs Camping, auf Youtube hat einer in seinem Enyaq übernachtet, dazu den Gurt beim Fahrer einstecken und ein 20kg Gewicht auch den Fahrersitz. Dann bleibt das Fahrzeug an. Aber hald dann komplett und auch mit Beleuchtung die sich unter Umständen nicht komplett abschalten lässt.


    Bei VW soll der Camping Modus kommen

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  • Beim Mach E bin ich in der komfortablen Situation, dass man bei dem mit carscanner den LVB soc und V auslesen kann.

    Exkurs:

    Das ganze Desaster der Nachforschungen fing ja bei mir erst damit an, dass mein Auto keine OTA bekam.

    Nach vielem Hin und Her insbesondere nach Einschalten von der „Ford-Spezialabteilung“, wurde klar, dass mein Auto alleine von den täglichen Betriebsgegebenheiten (12V<65% soc) gar nicht in der Lage war, aufgrund des niedrigen LVB-soc OTA zu empfangen.

    Die Ladung durch das BMS erfolgt in der Regel bis auf einen Stand von ca. 80% (+/-) und in der Tat nicht auf 100%. Selbst extern kam ich höchstens auf eine Ladung auf einen soc von 84%.

    Ich hatte nach 2 Tagen Stillstand schon einen soc von 52% und 11,8V, bei dem so langsam einige Funktionen (zB keyless hinten) nicht mehr liefen.

    Bei diesen ganzen meinen Messungen habe ich nicht einmal erlebt, dass selbst bei einem soc von <55% irgendwas aus der HV mit ausgeschalteter Zündung nachgeladen wurde.

    Wenn ich aber zB bei angestecktem Auto die Abfahrtprogrammierung aktiv hatte, dann wurde wiederum mit dem Start des Aufwärmens des HV auch die LVB mitgeladen.


    Und ganz ehrlich, jetzt kann man mir entgegnen, dass ich hier vom Mach E schreibe und das VW-Derivat was anderes ist - ja, das mag sein, aber ich glaube nicht, dass das VWsche BMS das besser macht als das rein fordsche…🤨


    Fazit: Ich habe bei meinen langzeitigen Recherchen am eigenen Auto in keinem Fall auch nur ansatzweise den Eindruck gewonnen, dass das BMS in der Lage wäre, bei ausgeschaltetem System einen zu niedrigen Ladezustand der LVB zu erkennen und einen Nachladevorgang aus der HV in Gang zu setzen.

    Das wäre aber imho eine der effektivsten Lösungsansätze, das Manko der schwachen 12V-Batterien auszugleichen - dafür würde ich auch den Verlust von ein paar Reichweitenkilometern in Kauf nehmen…


    Grüße

    aktuell: Mustang Mach E

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  • Wenn ich jetzt diese Diskussion mal Gedanklich auf einen Verbrenner übertrage, dann müsste das BMS bei unterschreiten einer gewissen Spannung des 12V Systems selbsttätig den Verbrennungsmotor starten und diesen so lange laufen lassen bis die 12V Batterie wieder ausreichend geladen ist.


    Der EINIZIGE Unterschied in der ganzen Thematik ist, das die 12V Batterie bei einem E-Auto über einen DC/DC Wandler von der HV Batterie geladen wird und bei einem Verbrenner über die "Lichtmaschine".

    "Gestartet" wird beim E-Auto durch das Schalten der HV-Schütze und beim Verbrenner über den Anlasser bzw. Startergenerator. (Kombination aus Anlasser und Lichtmaschine)

    Ansonsten Versorgt das 12V System bei allen Antriebsarten die gleiche breite Auswahl an Verbrauchern.


    -> Werden solche Diskussionen auch bei Verbrennerfahrzeugen geführt?

    Mein Firmenwagen war ein grüner OctaviaRS TDI. Die schlimmste Lästerei über die Farbe wurde mein Benutzername.

    Jetzt ein grauer RS TSI mit grün/blauen Streifen.

    Jetzt ein roter RS iV (PlugIn-Hybrid).

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  • MrMKL

    Danke für die ausführliche Erklärung. Nun kann ich mir da eher was drunter vorstellen.

    Ja man würde erwarten, dass das ja so schwer nicht sein kann.

    Und zum Thema Reichweitenverlust.

    Was ist da für ne Batterie drin im Explorer 40Ah? Konnte leider auf die schnelle nix finden.

    Das wären einmal voll 480Wh + Ladeverluste. Und ganz leer ist die ja nie, also absolut vernachlässigbar.

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  • Froschf...gruen

    Der entscheidende Unterschied ist doch die Stärke der Anlasserbatterie im Vergleich zur LVB eines E-Autos, die zum Hochfahren des Systems lange nicht die Stromstärke benötigt, um das System zum Laufen zu bekommen. Da ist nichts mechanisch zu bewegen…

    Wir sind uns wohl einig, dass es einen entscheidenden Unterschied macht, ob ein Verbrenner ne Stunde Abgase in die Luft verbrennt, um eine 12V-Batterie über die LiMa aufzuladen…insofern finde ich deinen Vergleich mehr als hinkend, da schon rein rechtlich eine solche Funktion in D nicht möglich wäre🥴


    Der zentrale Punkt ist doch, dass die vergleichsweisen „kleinen“ LVB der E-Autos aufgrund ihrer Beschaffenheit eben schnell mal die Grätsche machen, weil sie eben den offenbar immer wieder teilweise nicht komplett heruntergefahrenen Modulen nicht gewachsen sind - und ich habe versucht, an meinem real erlebten Beispiel zu erläutern, wie schnell so eine E-Auto-LVB in die Knie gehen kann.

    Und aus diesem Grund stellte ich (und viele andere E-Auto-Besitzer) laienhafte Überlegungen an, warum die Haltbarkeit und vor allem die die Betriebssicherheit eines E-Autos sicherstellende Mindestleistung einer LVB zum Hochfahren des Systems gesichert werden kann.


    Ich wage zu prognostizieren, dass auch hier in diesem Forum früher oder später die ersten Ausfälle der LVB sehr schnell nach Ablauf der Garantie beklagt werden, obwohl das Auto wie von Verbrennern gewohnt, noch keine drei Jahre alt ist und die Kunden dann auf den Kosten einer neuer Batterie sitzenbleiben.

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  • Ich wage zu prognostizieren, dass auch hier in diesem Forum früher oder später die ersten Ausfälle der LVB sehr schnell nach Ablauf der Garantie beklagt werden, obwohl das Auto wie von Verbrennern gewohnt, noch keine drei Jahre alt ist und die Kunden dann auf den Kosten einer neuer Batterie sitzenbleiben.

    Ich hoffe mal, dass die Ford Flatrate + das abdecken wird. Ich werde meine 12 V Batterie jedenfalls nicht schonend behandeln.