Beiträge von Heinz15

    Wenn man die Lademenge von 24,91 kWh laut Stromanbieter, durch die reine Ladezeit laut App von 2h19 min teilt, ergibt sich eine Ladeleistung von 10,75 kW. Daher erscheint mir die Angabe des Stromanbieters realistisch.


    Du hast ja einen 58kWh Akku und der wurde von 41% auf 80% geladen, das sind 39%. 39% von 58 kWh sind 22,62 kWh. Zieht man diese 22,62 kWh von den 24,91 kWh laut Stromanbieter ab, wäre das ein Ladeverlust von 2,29 kWh oder 9,19%. Das wäre noch im normalen Bereich.


    Daher sind die 18 kWh laut App definitiv falsch. Wären tatsächlich nur 18 kWh im Auto angekommen hätte der SOC nur um 31% steigen dürfen.

    Wenn das Auto sowieso steht paßt das.


    Ich lade ja beim Büro PV-Strom. Da ich nur bis 13.30 Uhr im Büro bin, muß das Ladeziel da erreicht sein und morgens um 8 kommt ja noch nicht so viel rein. Beim BMW kann ich über die App die Ladeleistung bis 16 A in 1 A 'Schritten anpassen und justiere nach, wenn mehr PV-Strom reinkommt.


    Beim Taycan kann man den AC-Ladestrom gar nicht reduzieren und beim Explorer nicht über die App. Da stelle ich die Leistung an der Wallbox so ein, dass mein Ladeziel bis 13.30 Uhr erreicht wird. Da nimmt er dann anfangs ein bisschen was aus dem Speicher, aber ich komme im Sommer in der Regel ohne Netzstrom hin.

    Nicht nur im Vergleich zur Konkurrenz, sondern auch im Vergleich zu anderen Fahrzeugen mit MEB-Plattform. Beim Enyaq, den ich vor dem Explorer hatte, konnte man über die App das Ladeziel ändern und wenn ich mich richtig erinnere sogar den Ladestrom reduzieren.

    Nein das geht nicht. Wenn man über die App das Laden mal stoppt, weil gerade keine Sonne ist und danach wieder startet vergißt er die eingestellte Ladegrenze und lädt bis 100%.

    ... ich will gar nichts aus dem Momentanverbrauch rausrechnen. Es war MarcV8, der den Momentanverbrauch in die Diskussion gebracht hatte ;)


    Das habe ich auch nie in Abrede gestellt. Meine Aussage bezog sich auf den Momentanverbrauch als Meßgröße (z.B. bei 160) und davon muß man eben die Rekuperation abziehen um auf den Gesamtverbrauch zu kommen.


    Was die Daten angeht. Mir ist es lieber ich habe die Daten, auch wenn ich sie nicht nutze, als wenn ich Daten nutzen möchte, die mir das System nicht zur Verfügung stellt.


    Die Daten liegen ja grundsätzlich auch bei der MEB-Plattform vor. Diese darzustellen wäre wohl nur eine Frage von ein paar Programmierstunden.


    Und gerade die Rekuperationsmenge konkret zu wissen, hilft mir persönlich das System zu verstehen. Da ich ja viel in bergigem Geläuf unterwegs bin, bin ich da auch manchmal über die Höher der rekuperierten Strommenge erstaunt.


    Würde jedes meiner BEVs die Rekuperationsmenge darstellen, könnt man auch sehen, welches System besser rekuperiert.

    Ich bin eher der Typ "Freude am Fahren"

    und nicht "Freude an der Statistik".

    ... bin ich grundsätzlich auch. Aber es interessiert mich natürlich auch, wie sich die Fahrweise oder auch Witterungsverhältnisse usw. auf den Verbrauch und ggf. auch auf die Rekuperationsmenge auswirken.


    Was ich z.B. bei der MEB-Plattform gutfinde ist der Rekuperationsbalken im Display. Da sieht man sofort in welchem Modus man sich befindet. Den gibt es bei BMW nicht, lediglich eine Anzeige der Motorleistung in Ampere kann ich mir ins Panoramic Vision legen, aber das ist eben eine reine Zahlenanzeige (beim Rekuperieren eben mit einem "-" davor)und nicht farblich unterschiedlich nach Rekuperation und Verbrauch.

    Völlig klar. Was ich sagen wollte, ist dass eben der Momentanverbrauch beim BEV einen geringeren Einfluß auf den Gesamtverbrauch einer Strecke hat. Der Verbrenner verbraucht maximal 0 beim Bremsen, das BEV gewinnt eben Energie zurück.


    Hier ein Extrembeispiel meines täglichen Arbeitsweges.

    Ich hab ja auf meinem Arbeitsweg auf die ersten 10 km einen Höhenunterschied von 500 nach oben und beim Nachhausefahren eben nach unten. Dabei steigt der SOC um 2%. Das heißt, ich fahre die letzten 10 km und habe zudem danach 2% mehr im Akku als oben an der Kuppe.


    Rein bei der Rückfahrt wird die Hälfte des verbrauchten Stroms rekuperiert, heißt die Rekuperationsmenge ist genauso groß wie der verbliebene Verbrauch.


    Mit dem Explorer komme ich rein bei der Rückfahrt jetzt im Sommer auf Verbrauchswerte unter 10 kWh auf 100 km. Gestern waren es sogar nur 8,8 kWh, weil ich ein Weilchen hinter einem LKW herfahren mußte.

    Wobei der Momentanverbrauch ja bei einem BEV nicht die Relevanz hat wie beim Verbrenner, weil das BEV ja durch die Rekuperation auch Energie zurückgewinnt, wohingegen diese beim Verbrenner in Bremsenstaub und Wärme verwandelt wird.


    Leider läßt uns ja die MEB-Plattform über die Menge der rekuperierten Energie im Unklaren.


    BMW zeigt sie an.


    Hier einmal Lanststraßen/Stadtbetrieb mit einigen Steigungen und Gefällen. Eigentlich wäre der Gesamtverbrauch bei 17,4 kWh, aber durch die Rekuperation von 5,9 kWh sinkt er eben um gut 1/3 auf 11,5 kWh.


    IMG_4159.jpeg


    Auf der Autobahn wird natürlich deutlich weniger rekuperiert. Hier mal ein Bild von einer Österreichfahre (Hin- und zurück), wobei hier wegen einer Sperrung ein Stück Landstraße dabei war.


    IMG_4157.jpeg


    Hier wird der Gesamtverbrauch von 68 kWh nur um gut 10% auf 60,3 kWh gesenkt.


    Eigentlich unverständlich, weshalb uns die MEB-Plattform diese Daten vorenthält.


    BMW bietet auch 5 Modi, für die Verbrauchsanzeige: Individual - ab Laden - Heute (Gesamtwert eines Kalendertages) - ab Werk - meine Fahrt (wird nach jedem Abstellen genullt).


    Der Beschleunigungsjunky wird mit dem Explorer AWD aber erfreut!

    Deshalb fahre ich ja so gerne BEV :D

    Ich fahre tatsächlich nur Autobahn um Distanzen zu überwinden und da spielt Zeit eine Rolle. Wenn ich Spaß haben will, dann lieber Landstraße oder Pässe. Wie dieses Wochenende. Morgen geht es mit Freunden (4 Autos) für 3 Tage in die Wachau. Gesamtstrecke incl. der Touren vor Ort knapp 1.000 km - Autobahnanteil 0,,0 % ;)


    Der Geschwindigkeitsjunky hat sich mit dem Explorer, der bei 180 abregelt (womit ich gut leben kann) ohnehin das falsche Auto gekauft.


    Sorry, das mußte noch sein, aber jetzt Schluß mit OT.

    Auch wenn ich kein Befürworter eines Tempolimits bin, könnte ich mit 130 leben. 120 wäre dann schon etwas langsam.


    Das grundsätzliche Problem für schnelles Vorankommen ist weniger die zulässige Höchstgeschwindigkeit, als vielmehr die gegenseitige Rücksichtnahme.


    Ich bin ja viel in Österreich unterwegs. Zur Zweitwohnung habe ich 136 km, genau bei der Mitte auf 68 km ist die Grenze (Suben), die Autobahnabschnitte sind annähernd gleich lang. In Österreich stelle ich den Tempomaten auf 135 (man muß ja die Tachoabweichtung reinholen ;) ). Dennoch habe ich in Österreich meist eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit (mehrmals getestet) als in Deutschland.


    Warum ist das so? Wenn ich in Österreich die maximal 135 eingebe, kann ich die überwiegend auch fahren, weil langsamere Fahrzeuge sich nur kurzzeitig auf der linken Spur aufhalten um einen LKW usw. zu überholen. In Deutschland kommt es nicht selten vor, dass man mehrere Minuten mit 100 oder 110 auf der linken Spur ausgebremst wird, weil vorne Einer ist, der entweder zum Überholen nicht schneller wird, oder irgendwo in 400 m Entfernung einen LKW auf der rechten Spur sieht.


    Da stellt sich die Frage, warum das in Österreich funktioniert (außer in der Haupturlaubszeit wenn zu viele Deutsche unterwegs sind ;) ) aber bei uns nicht.


    Das liegt einerseits am partnerschaftlichen Verhalten. Wenn der langsamer Fahrende weiß, dass er wieder auf die linke Spur rauskommt, wird er eher wieder nach rechts einscheren. Aber hier fahren dann die Überholer so dicht hintereinander her, dass man nicht mehr rauskommt und dann wenn´s blöd läuft hinter einem LKW auf 80 runterbremsen muß.


    Andererseits bezahlt man auch Bußgeld, wenn man die linke Spur blockiert. Ich hab so einen Bußgeldbescheid schon mal gesehen, weil mein Bruder, der auch so ein notorischer Linksfahrer ist, mal einen Brief aus Österreich bekommen hat.


    Daher gehe ich grundsätzlich davon aus, dass man bei einem Tempolimit von 130 wenig bis keinen Zeitverlust hätte, wenn alle ein wenig mehr Rücksicht nehmen.


    Der Spaß beim Autofahren findet ja ohnehin weniger auf der Autobahn statt, sondern auf schönen Landstraßen oder Pässen ;)