Genau da, an der Infrastruktur scheitert es doch im urbanen Bereich. Die Hausanschlußleistungen, die man da benötigen würde, sind nicht zu realisieren, bzw. es müßten alle Straßen aufgerissen werden und entsprechend leistungsfähigere Leitungen verlegt werden.
Die durchschnittliche Laufleistung eines PKW in Deutschland lag 2024 bei 12.309 km. Selbst wenn man Alles zu Hause laden könnte, wären das 236 km pro Woche. Geht man von 300 km je Ladung aus, wäre das 41 mal Laden im Jahr, also nicht mal jede Woche.
Für weniger als einmal Laden pro Woche dann für jeden Mieter-Stellplatz eine eigene Lademöglichkeit zu schaffen, incl. der Ertüchtigung der Hausanschlüsse (dafür müßten in den Städten wohl alle Straßen aufgerissen werden) und Lastmanagementsysteme wäre im Hinblick auf die geringe Auslastung nicht sinnvoll und ökonomischer Wahnsinn.
Wichtig wäre, dass Jeder im Umkreis von 500 m zu seiner Wohnung öffentliche Lademöglichkeiten vorfindet.
Natürlich ist eine eigene Wallbox komfortabler, aber als existenziell für den Betrieb eines E-Autos sehe ich sie nicht an. Ich denke tatsächlich, dass hier eine Kaufförderung für sozial Schwächere, oder ein Soical Leasing wie in Frankreich die Verbreitung mehr pushen würde.