Beiträge von tvinnefossen

    Na da hätte ich mir bei meinem Posting die Bemerkung, dass man sich ja keine Kuh hält um Milch für den Kaffee zu haben nicht verkneifen brauchen :D

    :D Weil mein Grundstück zu klein ist, trinke ich meinen Kaffee schwarz...

    Ich bin beruflich für die Vermietung von rund 100 Wohnungen zuständig. Bisher kam noch keine einzige Anfrage nach Installation einer Wallbox. Bei den Neubauwohnungen, die wir in den letzten Jahren gekauft hatten, haben wir am Stellplatz eine Haushaltssteckdose installieren lassen und auch gleich die Stromkabel für eine Wallbox. Da ist noch nirgends eine Wallbox dran.

    Naja, mein Sohn, gut verdienender Berufsanfänger, wohnt zur Miete. Auch er hätte durchaus gern einen BEV. Seinen Vermieter hat er aber erst gar nicht angefragt, weil für seine Parkplatzsituation in der Tiefgarage, die 1.300 €, die als Fördersumme für das bloße zur Verfügung stellen einer Anschlussmöglichkeit vorgesehen sind, nicht ausreichen würde. Also trüge er die Differenz im vierstelligen Bereich selbst. Da man in diesem Alter aber wegen Herzens- oder Berufsangelegenheiten durchaus öfter umzieht, und ungewiss ist, ob er vom Nachmieter beim Umzug einen entsprechenden Abstand erhalten würde, hat er davon Abstand genommen und sich ein neues Motorrad gekauft. Muss der BEV-Erwerb eben warten.

    Wenn Stellplatzsatzungen einen gewisse Ladeinfrastruktur vorschreiben würden und die Förderung für den Immobilienbesitzer/-verwalter höher wäre, fände ich das besser als nur einen Anspruch zu haben, aber im Zweifel/bei Umzug die Investition abschreiben zu müssen.


    Eine Wallbox an jedem Stellplatz insbesondere in Ballungszentren (wo es häufig gar keine zugeordneten Stellplätze gibt) sehe ich momentan als nicht notwendig und zukünftig als nicht umsetzbar an.

    Mit der Ladeinfrastruktur sehe ich das so, wie mit dem ÖPNV. Beides hat so angelegt zu sein, dass es nicht nur auf Bedarf reagiert, sondern auch Bedarf generiert. Dort wo es keine zugewiesenen Stellplätze gibt, kann es theoretisch ja trotzdem einen Ladebordstein o.ä. sein.

    Und was das "nicht umsetzbar" angeht, verweise ich gern auf ein Argument, das seinerzeit dem Automobil mit Zerknalltreibling keine Chance einräumte: "Das Automobil wird sich nicht durchsetzen, weil es ja gar nicht genügend Apotheken für das Benzin in ausreichender Menge gibt." Zum Zeitpunkt der Äußerung war die Aussage zutreffend.....

    Der Sweet-Spot könnte vielleicht irgendwo zwischen unseren beiden Positionen liegen.

    Habe ich unvollständig formuliert. Ja, diese Förderung gibt es, nur gibt es kein Gesetz, dass bei Neubauten oder Modernisierungen vorschreibt, dass Anschlüsse in welchem Verhältnis auch immer, zu verlegen seien. Das würde für mich aber dazugehören.


    Ob grundsätzlich jeder Stellplatz eine Lademöglichkeit benötigt, stelle ich in Frage. Die durchschnittliche Laufleistung eines PKW in Deutschland liegt bei 12.300 km im Jahr, das sind 236 km in der Woche, wir sprechen also von 4 - 5 Std. AC-Laden in der Woche und dabei sind die ganzen externen Ladevorgänge an Autobahnen auf Langstrecke noch gar nicht abgezogen. Also eher 3 - 4 Std. was bei 168 Wochenstunden einer Auslastung zwischen 1,8 und 2,4 % entspricht.

    Naja, ich denke, dass Mathematik hier nicht weiterhilft, um die Akzeptanz der e-Mobilität zu steigern. Etwas frech könnte ich bei dieser Rechnung auch erwidern, dass demnach bei den 14 Häusern in unserer Siedlungsstraße eigentlich drei Kaffeevollautomaten locker ausreichen würden.


    Das Problem bei den Ladesäulen ist die Alltagswirklichkeit. Wenn jemand nach Hause kommt und laden muss oder möchte, dann möchte er das auf seinem Parkplatz, für den er womöglich auch zahlt, tun. Er möchte nicht schauen, ob die "Siedlungsladesäule" gerade frei ist, er möchte nicht x Mal "Gassi gehen", um zu sehen, ob die Säule frei ist, er möchte sowieso nicht noch mal runter und raus, wenn sie frei geworden ist und er möchte nicht erneut runter oder raus, wenn das Auto den Ziel-SoC erreicht hat, um nicht zu blockieren. Dies sind keine übertriebenen Wünsche, sondern dass, was Leute mit eigener WB auf dem Grundstück jeden Tage haben. Es wäre schlicht die Berücksichtigung von Alltagswirklichkeit. Es nützt nichts, wenn eine Ladesäule rechnerisch für 10 Fahrzeuge reichen würde, wenn die 10 Kumpel alle in der selben Schicht arbeiten.

    Wir haben derzeit zwei BEVs und in hoffentlich nicht viel mehr als einem Monat drei BEVs über die heimische Wallbox zu bedienen. Das wird auch mit drei Fahrzeugen nur durch umstecken des Ladekabels, ohne die Autos verrücken zu müssen problemlos möglich sein. Und wir sind eine Familie, wir können den Bedarf problemlos absprechen oder für die nächste Fahrt auch mal Autos tauschen. Als Inhaber eines Anwohnerstellplatzes mit Zugang zu einer nur "errechneten" Lademöglichkeit irgendwo in der Nähe geht das nicht. Und daher wären zentrale Ladesäulen besser als nichts, aber eben nicht optimal. Aus diesem Grunde sollte wirklich jeder Stellplatz in Wohngegenden einen Anschluss gefördert bekommen. Die - inzwischen auch steuerbare - mobile Wallbox, darf sich der Nutzer dann gern selbst besorgen und bei jedem Umzug mitnehmen. Das wäre mein Plan... der natürlich an den Netzkapazitäten scheitern würde.....

    ......Ich mein rund 110.000€ Brutto(sogar noch mehr, wenn man entsprechend was zum absetzen hat) ist schon recht ordentlich, da ist man nicht zwingend von 3000€ abhängig.

    Bei 110.000 € brutto kommt man bei entsprechenden Werbungskosten noch relativ leicht zu einem zu versteuernden Jahreseinkommen von knapp unter 80.000 € und kann die 3.000 € beantragen. Nötig sollte man es da nicht haben, aber möglich wär's.

    Die Förderung ist sowieso ein Witz. Ich kenne kein Doppelverdiener Pärchen, die Anspruch hätten.

    Das zeigt doch, dass die Bemessungsgrenze sinnvoll ist. Ab einem bestimmten Haushaltseinkommen wäre das geschenkte Geld ja dann wirklich ein Witz.


    Andererseits ist die Art der Förderung insgesamt durchaus ein Witz. Wollte man e-Mobilität und nicht nur die Hersteller fördern, würden auch Gebrauchtwagenkäufe unterstützt. Wirklich sinnvoll, wenn man die e-Mobilität an sich fördern wollte, wäre eine Förderung für ausreichende AC-Anschlüsse für jeden Parkplatz vor Mehrfamilienhäusern - egal ob Miet- oder Eigentumswohnung und für den Ausbau der Netzinfrastruktur an sich.

    Und nur um Missverständnissen vorzubeugen: Die Bemessungsgrundlage bildet sich nicht aus den aufaddierten Bruttoeinkommen eines Haushalts, sondern aus dem addierten zu versteuernden Einkommen dieses Haushalts. Das ist der Wert, der in den Einkommenssteuerbescheiden als Bemessungsgrundlage für die tatsächliche Steuerlast nach Abzug aller absetzungsfähigen Kosten (Werbungskosten etc.) ausgewiesen wird. Deshalb werden zur Beantragung der Förderung auch keine Einkommensnachweise eingereicht, sondern Einkommenssteuerbescheide.

    Kleine Anekdote am Rande:

    Bei AVIS scheinen auch ganz besondere Strategen am Werk zu sein. Bei der gestrigen Mietwagensuche ab Inverness bin ich u.a. auch bei AVIS fündig geworden. Preis war i.O. Dann bot mir ein Banner auf deren Webseite aber an, mir einen Account anzulegen und dadurch 10% Rabatt auf den Mietwagenpreis zu bekommen.

    Irgendwie seltsam, dass man mir schon entgegenkommt, obwohl ich da noch nicht ein Fahrzeug gemietet habe, aber gut, ist ja deren Idee, wenn die das anbieten, kann ich das auch machen.

    Also Account angelegt (Führerscheinnummer und Kreditkartendaten eingegeben) und schwupps, der Mietwagenpreis war bei erneut notwendiger Suche dann 10% günstiger... Dennoch gab es am Ende, auf den Cent genau, den gleichen Gesamtpreis. Der Grund: die gewählte Rundumsorglos-Versicherung wurde exakt um den Betrag der Mietersparnis teurer!

    So! Und nun darf sich AVIS fragen, ob ich vor oder nach dieser Erfahrung ein besseres Bild von ihnen hatte - obwohl sich der Preis ja eigentlich nicht geändert hat, und schon der "unrabattierte Preis für mich i.O. war; und für wen ich mich bei vergleichbarem Angebot des Wettbewerbs entscheiden würde...? Tatsächlich ist Avis deshalb bei mir erstmal raus aus der Nummer und kommen nur noch infrage, wenn nichts anderes zu vertretbaren Preisen geht.

    ... mit den ersten Planungen gestern, stehen die Zeichen auf längere Rundreise ohne anschließendes Ferienhaus; und die Variante "Flug+Mietwagen" kam dazu. Auch wenn nach jetzigem Infostand aufgrund der Ladepreise die 100 km im Verbrenner sogar günstiger wären, würde ich mir lieber einen BEV mieten. Ist bei mir inzwischen eine Art verbohrte Glaubensfrage. Die beste Ehefrau von allen schwankt noch. Ganz passable Mietwagenpreise ab Flughafen Inverness gibt es für Opel/Vauxhall Grandland BEV. Die bisher gesichteten Youtube-Berichte zum Thema BEV und NC500 zeigen aber, dass eine solche Reise nicht ganz so unbekümmert angegangen werden sollte, wie wir es z.B. aus Norwegen gewohnt sind.

    Vielen Dank, das sind für uns als Schottland-Neulinge extrem wertvolle Informationen. Zelt ist eigentlich nicht mehr so unser Ding. Wir nehmen für Zwischenstopps in Norwegen inzwischen auch nur noch Hotels oder Campinghütten. Aber wir werden mal in uns gehen.


    Hammer Bilder, die meine Frau - sie hatte die Schottland-Idee - nun vollends von ihrem Plan überzeugt hat. Also komme ich nächsten Sommer nicht nach Norwegen. Vielen Dank dafür! ;)


    Im diesjährigen Urlaub haben wir auch das eine oder andere Mal an 50kw geladen. Gab deswegen nur einmal eine ungeplante Wartezeit nur des Ladens wegen, ansonsten kann man sicher auch in Schottland mit "nur" 50 kw ganz hervorragend nebenbei Laden, weil es genug andere Dinge zu sehen oder zu tun gibt.


    Da werde ich die Tour mal bei ABPR eingeben und schauen, wie es mit dem Laden aussieht. Ich fürchte, dass es evtl. nicht so unproblematisch und sorgenfrei laufen könnte, wie wir es von Norwegen kennen... na kiekn wa ma.