Beiträge von tvinnefossen

    Tommy43 ... ich behaupte lediglich, dass es zwischen Ford und VW nicht anders läuft, als bei solchen Kooperationen üblich. Die einzig belastbare Quelle ist der Vertrag. Den werden wir beide nicht zu Gesicht bekommen. Aber nur, weil man an den Wortlaut nicht herankommt, heißt es nicht, dass VW hier als Samariter agiert.


    Abnahmeverpflichtungen und Strafzahlungen ist halt das, was in der Fachpresse als Fords zusätzliches Problem identifiziert wird. Bei solchen Verträgen keine Mindestabnahmen und Vertragsstrafen vorzusehen, wäre absurd. Ob es nun die vollen 1,2 Mio oder evtl. "nur" 800.000 sind ist eigentlich unerheblich.


    ... aber gut; wenn Du meinst, dass hier kein marktüblicher Vertrag geschlossen worden sein könnte, weil der Wortlaut der Verträge für uns - selbstverständlich - nicht einsehbar ist, dann werden wir beide damit leben können. Berührt uns ja nur am Rande.



    ... denn, um das nochmal zu unterstreichen, die bloßen Absatzzahlen in Europa sind gut und liegen teilweise deutlich über einigen Wettbewerbern, von denen man nicht behauptet, sie würden wegen dieser Absatzzahlen in einer Krise stecken. Zur Krise wird es bei Ford ganz augenscheinlich nur, wegen dahinterstehenden, eingegangenen Verbindlichkeiten und Verpflichtungen.

    Jeder CEO wäre mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn er Zusagen in Bezug auf feste Abnahmezahlen inklusive Strafzahlungen bei Nichteineinhaltung unterschreiben würde.

    Jeder CEO wäre mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn er Verträge unterschreiben würde, ohne zu wissen, wieviel Plattformen von ihm eigentlich abgekauft werden sollen, wie seine eigene Firma planen muss, um genügend Plattformen für sich und den Vertragspartner herzustellen und ohne seine eigenen Planungen gegen Minderabnahmen des Vertragspartners abzusichern.


    Der von Dir gemeinte CEO hat gar keine andere Wahl, er hat ja keine Plattform. Der von mir gemeinte CEO hat die Wahl, er hat ja die Plattform.

    Wo nehmt Ihr die Abnahmeverpflichtung her? In der Pressemitteilung von VW wird von einer "geplanten Abnahme" gesprochen. Das ist ein himmelweiter Unterscheid.

    Natürlich ist das eine Abnahmeverpflichtung (meine ich). Eine Pressemitteilung ist auch ein Kommunikationsmittel, da wirft man nicht ohne Not mit internen Vertragsklauseln um sich, aber wenn Du ein hochkomplexes technisches System zum Verkauf anbietest, möchtest Du schon wissen, wieviel Du produzieren musst. Demnach musst Du Deinen eigenen Einkauf planen und Produktionskapazitäten steuern. Der Vertrag sieht vor, dass Ford 1,2 Mio Plattformen abnimmt. Ja, das ist die "geplante Abnahme" im Pressesprech, aber es ist auch die vertraglich vereinbarte Abnahmemenge.

    Im Geschäftsbericht plant die VW-Gruppe die Abnahmemenge als feste operative Größe ein; sprich, damit rechnen die! Wenn Ford die vereinbarten Mengen nicht abnimmt, stimmt auch die Kalkulation von VW nicht mehr, daher ist das trotz versöhnlich klingender Formulierung einer "geplanten Abnahme" eine Abnahmeverpflichtung:

    https://annualreport2023.volks…hancement/technology.html

    Wenn Ford weniger Einheiten abnimmt als geplant, wir es ganz sicher zumindest die Vorhaltekosten an VW überweisen müssen.


    So, wie Du es auslegst, würde der Vertrag überspitzt formuliert ja bedeuten "Wir nehmen Plattformen von Euch! Vielleicht 100.000, vielleicht 400.000 aber bestimmt nicht mehr als 1,2 Mio! Wir sagen Euch dann Bescheid!"

    Wer würde denn sowas unterschreiben?

    War heute beim Händler wegen Capri Angebot. Er meinte 41% mehr Verkäufe bei Explorer, Capri und Puma E.

    Das ist ja die Crux an der Geschichte. Die reinen Zahlen sehen gar nicht so schlecht aus und auf dem Papier mischen Capri und Explorer auch ordentlich mit und lassen europaweit auch das eine oder andere Modell, das gefühlt etablierter ist, hinter sich. Der Haken: Ford hat sich gegenüber VW verpflichtet MEB-Komponenten für 1,2 Mio Fahrzeuge über 6 Jahre abzunehmen, also rechnerisch 200.000 Einheiten pro Jahr. Der Deal beinhaltet auch Strafzahlungen bei schleppender Abnahme.


    Zum Einordnen der avisierten 200.000 Fahrzeuge pro Jahr, mal aus einer Pressemeldung der Volkswagengruppe aus dem Januar 2026 über die echten Erfolgsmodelle Elroq und Enyaq:


    "Im Jahr 2025 wurden weltweit insgesamt 95.300 Skoda Elroq und 79.600 Skoda Enyaq an Kunden ausgeliefert."


    ... tja, und da frag ich mich dann schon, was man bei Ford zum Kaffee nimmt.

    Neulich bei Ford: "... man, wir hinken dem Absatzziel bei Capri und Explorer gemessen an den Abnahmeverpflichtungen gegenüber VW ordentlich hinterher"


    "... Fiesta und Focus haben wir ja eingestampft und lassen sie demnächst - wieder mit fremder Hilfe - vollelektrisch neu aufleben..."


    "... wir brauchen eine zündende Idee, die wir auch im Marketing einsetzen können..."


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    Ford


    ... det funktioniert todsicher...

    Wenn man so denkt, sollte man sich .....

    Mit dieser Art Begründung kann man jede Verschlimmbesserung rechtfertigen.


    Aber vermutlich kamen die Autobauer erst jetzt auf die Idee, dass sie Jahrzehnte lang Blödsinn produzierten, als sie Tankklappe oder -deckel verschließbar gestalteten. Schön, dass es diese also eindeutige Verbesserung nun auch bei Ford auf den Markt geschafft hat. 8)

    Ihr habt Sorgen. Was soll da passieren? Wenn da einer dran will, dann knackt er meine geschlossene Klappe auch ruckzuck

    Naja, für einfach mal Kaugummi, Klebstoff oder sonst was im Vorbeigehen reinschmieren ist die jetzige Lösung ideal. Falls den Aktivisten der Autofreibewegung das SUV-Reifen-Einstechen zu auffällig ist. Das könnte nun passieren!

    Es geht bei der Frage nach 19 oder 20 Zöllern nicht um den Umfang. Der muss sogar zwingend annähernd identisch sein. Sonst würde ja in Sachen Berechnungen und Anzeigen (z.B. Geschwindigkeit) überhaupt nichts stimmen. Ein 20-Zoll-Rad ist wohl rund 2 bis 3 kg, hat angeblich eine andere Aerodynamik und unterscheidliche Abrolleigenschaften bei den jeweiligen Flankenhöhen. Entscheidend auch, dass ein schwereres Rad nicht nur die Fahrzeugmasse erhöht, sondern auch mehr Energie verlangt, um es ins Rollen zu bringen. 3 kg mehr im Kofferraum fallen kaum ins Gewicht. 3 kg mehr direkt am/im Rad in Schwung zu bringen, dagegen schon.


    Was auch immer der Grund für den Reichweienverlust lt. WLTP und real sein mag, er ist jedenfalls vorhanden.