Tipps zu BEV-Reisen quer durch Europa

  • Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub.


    Obwohl wir eigentlich eingefleischte Norwegenurlauber sind - und nun auch schon zwei absolut problemlose BEV-Urlaube dort hinter uns haben - spielen wir mit dem Gedanken, 2027 Schottland zu erkunden. Eine Mischung aus Ferienhaus und Rundreise. Für die Rundreise ist die NC500 im Uhrzeigersinn angedacht.


    Gibt es vielleicht jemanden hier im Forum, der die NC500 schon mit dem BEV gefahren ist? Frage zielt natürlich auf die Ladeerfahrung ab.

    Sollten andererseits Fragen zu Norwegen (Fähren, Maut, Laden/Lade-Apps etc.) vorhanden sein, kann ich die mit über einem Vierteljahrhundert Norwegenerfahrung mit Auto (Sprit und Strom) sowie Motorrad sicher ganz passabel beantworten oder auch den einen oder anderen (natürlich subjektiven) Tipp geben.

  • Ich würde die NC500 aus eigener Erfahrung das erste Mal gegen den Uhrzeigersinn fahren, dann habt ihr Applecross, Skye und Glencoe als Highlight am Ende.

    Man sollte sich mehr als 10 Tage Zeit nehmen, besser 12 oder 14, wenn man mehr als nur Kilometer machen will.


    Einen Mangel an Ladesäulen würde ich am ehesten in der Nordwestecke erwarten, da sind auch Tankstellen dünner gesäht. Ein Blick auf eine Karte bestätigt das.

    50 kW scheint dort oben das Maximum zu sein? (Obwohl da ein AKW steht... 😅🙈)

    Ferienwohnungen sind in der Ecke auch dünn gesäht, wir würden wieder ein Zelt mitnehmen, damit man auch mal spontan auf einem der guten Campingplätze nächtigen kann.


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    "Skyfall Road", wer es nicht kennt.

    Grüße
    Jens

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    6 Mal editiert, zuletzt von Nachtaffe ()

  • Vielen Dank, das sind für uns als Schottland-Neulinge extrem wertvolle Informationen. Zelt ist eigentlich nicht mehr so unser Ding. Wir nehmen für Zwischenstopps in Norwegen inzwischen auch nur noch Hotels oder Campinghütten. Aber wir werden mal in uns gehen.


    Hammer Bilder, die meine Frau - sie hatte die Schottland-Idee - nun vollends von ihrem Plan überzeugt hat. Also komme ich nächsten Sommer nicht nach Norwegen. Vielen Dank dafür! ;)


    Im diesjährigen Urlaub haben wir auch das eine oder andere Mal an 50kw geladen. Gab deswegen nur einmal eine ungeplante Wartezeit nur des Ladens wegen, ansonsten kann man sicher auch in Schottland mit "nur" 50 kw ganz hervorragend nebenbei Laden, weil es genug andere Dinge zu sehen oder zu tun gibt.


    Da werde ich die Tour mal bei ABPR eingeben und schauen, wie es mit dem Laden aussieht. Ich fürchte, dass es evtl. nicht so unproblematisch und sorgenfrei laufen könnte, wie wir es von Norwegen kennen... na kiekn wa ma.

    2 Mal editiert, zuletzt von tvinnefossen ()

  • Zelt ist eigentlich auch nicht unser Ding, aber mit vernünftigen Schlafsäcken, dicken, selbstaufblasenden Luftmatratze und Mr. Heater Little Buddy als Zeltheizung für abends und morgens geht es ganz gut.

    Wir hatten nur die ersten zwei Nächte Unterkünfte reserviert (Edinburgh, Inverness), der Rest lief spontan, da war das Zelt als Backup unvermeidlich.

    Wir waren im Mai da und hatten Glück mit dem Wetter. Vorteile: Noch nicht soviel los und weniger Midges (fiese kleine Beißmücken).

    Grüße
    Jens

    Everyone should be able to have an emotional support miniature horse!

  • tvinnefossen


    schau mal in die fb-Gruppe, da hat gerade jemand über seine mit einem Capri gemachte Tour durch Schottland berichtet…


    https://m.facebook.com/groups/…rmalink/2295467751271695/?


    Grüße

    Auslieferung voraussichtl. am 09.09.2026: Ford Explorer 2026.75 Prem RWD - Weiteres:

  • Wir hatten letztes Jahr, auf Grund einer Erfahrung von vor zwei Jahren von einem Bekannten mit seinem Q4 e-tron, doch einen Verbrennerleihwagen genommen, statt elektrisch unterwegs zu sein. Man hat schon immer mal wieder Ladepunkte gesehen, aber mir wäre es, Komfortliebhaber, zu mühevoll eine Route oder die Planung nach den Lademöglichkeiten zu strukturieren. Jetzt muss man aber anmerken, ich wäre mit einem e-tron gefahren, der ja kaum 400km WlTP Reichweite hat und auch in Schottland findet ein gemächlicher Ausbau der Infrastruktur statt. Also heute würde ich die Sache vermutlich schon ganz anders betrachten.

    Wobei, wir waren nur auf dem südlichen Teil der Strecke unterwegs, was schon toll war, wir waren auch froh über den Leihwagen, denn diese Schlaglöcher würde ich meinem Privatfahrzeug nur ungern zumuten. Da waren Schläge dabei, ich dachte das Rad wird rausgerissen und mehr als einmal konnte nur der unbefstigte Rand die Kollision mit dem Gegenverkehr verhindern. Auf den Straßen bekam ich ein ganz anderes Gefühl dafür, wie entspannt es ist, wenn man ein "Führungsfahrzeug" vor sich hat. An die phantastischen Himbeeren denken wir immer noch gerne....

  • ... mit den ersten Planungen gestern, stehen die Zeichen auf längere Rundreise ohne anschließendes Ferienhaus; und die Variante "Flug+Mietwagen" kam dazu. Auch wenn nach jetzigem Infostand aufgrund der Ladepreise die 100 km im Verbrenner sogar günstiger wären, würde ich mir lieber einen BEV mieten. Ist bei mir inzwischen eine Art verbohrte Glaubensfrage. Die beste Ehefrau von allen schwankt noch. Ganz passable Mietwagenpreise ab Flughafen Inverness gibt es für Opel/Vauxhall Grandland BEV. Die bisher gesichteten Youtube-Berichte zum Thema BEV und NC500 zeigen aber, dass eine solche Reise nicht ganz so unbekümmert angegangen werden sollte, wie wir es z.B. aus Norwegen gewohnt sind.

  • denn diese Schlaglöcher würde ich meinem Privatfahrzeug nur ungern zumuten. Da waren Schläge dabei, ich dachte das Rad wird rausgerissen und mehr als einmal konnte nur der unbefstigte Rand die Kollision mit dem Gegenverkehr verhindern.

    Da muss man aber schon sehr unaufmerksam unterwegs sein, oder daheim gute Straßen gewohnt sein, dass man ensprechend sorglos fährt (bei mir im Moor sind die Straßen teilweise echt bescheiden).

    Wir haben die ganze Runde gemacht und ich würde es jeder Zeit wieder mit dem eigenen Auto machen.

    Da passende Fahrzeug für so eine Rundreise ist definitv ein GT-Coupe ohne extreme Niederquerschnittsreifen.

    Mit den 255/40R19 / 275/40R19 beim Mustang ist ausreichend Gummi auf der Felge, damit man die ganze Rundfahrt ohne Probleme meistern kann, der Capri / Explorer hat selbst mit 21" mehr Gummi drauf.


    Unsere Route in 2023 (sprich auch einiges an Single Track Road), in Summe inkl. Anfahrt zur Fähre in IJmuiden 3.600 km:

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    Nächstes mal anders herum (Perspektivwechsel) und ggf. auch ein Abstecher nach Grampian.



    Einer der wilderen Straßeabschnitte auf dem Weg zu einem sehr abgelegenen Zeltplatz:

    https://maps.app.goo.gl/sfvjZLupcEBgxMxv5 (kann man mit Streetview "befahren")

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    Grüße
    Jens

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    8 Mal editiert, zuletzt von Nachtaffe ()

  • Kleine Anekdote am Rande:

    Bei AVIS scheinen auch ganz besondere Strategen am Werk zu sein. Bei der gestrigen Mietwagensuche ab Inverness bin ich u.a. auch bei AVIS fündig geworden. Preis war i.O. Dann bot mir ein Banner auf deren Webseite aber an, mir einen Account anzulegen und dadurch 10% Rabatt auf den Mietwagenpreis zu bekommen.

    Irgendwie seltsam, dass man mir schon entgegenkommt, obwohl ich da noch nicht ein Fahrzeug gemietet habe, aber gut, ist ja deren Idee, wenn die das anbieten, kann ich das auch machen.

    Also Account angelegt (Führerscheinnummer und Kreditkartendaten eingegeben) und schwupps, der Mietwagenpreis war bei erneut notwendiger Suche dann 10% günstiger... Dennoch gab es am Ende, auf den Cent genau, den gleichen Gesamtpreis. Der Grund: die gewählte Rundumsorglos-Versicherung wurde exakt um den Betrag der Mietersparnis teurer!

    So! Und nun darf sich AVIS fragen, ob ich vor oder nach dieser Erfahrung ein besseres Bild von ihnen hatte - obwohl sich der Preis ja eigentlich nicht geändert hat, und schon der "unrabattierte Preis für mich i.O. war; und für wen ich mich bei vergleichbarem Angebot des Wettbewerbs entscheiden würde...? Tatsächlich ist Avis deshalb bei mir erstmal raus aus der Nummer und kommen nur noch infrage, wenn nichts anderes zu vertretbaren Preisen geht.

    Einmal editiert, zuletzt von tvinnefossen ()