Wie am besten zu Hause laden?

  • Da kommt halt auch der Zeitfaktor dazu, wenn ich es nicht schaffe das Auto an den 11kW Säulen an Supermärkten ausreichend zu laden ist das ganz schön nervig.

    Und unter 30cent wird man da selten kommen.

    Wenn man zuhause vernünftig laden will, dann braucht man halt eine Ladeinfrastruktur. Egal ob feste oder mobile WB Lösung und egal ob mit oder ohne PV-Anlage.

    Seit März liege ich mit BEV bei 99% Autarkie.


    Daheim stecke ich halt an und lasse es auf Überschussladen. Brauch ich 100% wegen einer langen Strecke oder schlechter Wettervorhersage, dann lade ich vorausschauend, denn auch wenn die 8kWpeak Anlage rund 45-55 kWh bringt, für einen leeren Akku brauche ich halt mehr wie einen Tag, wenn es stark ziehende Wolken hat, gekocht, gebügelt, gewaschen und getrocknet wird, funktioniert das halt ohne unnötigen Netzbezug nur mit einphasigen Laden, da ist bei 3,6kW Schluß. Nach dem Mittagessen und keiner zusätzlichen Belastung geht es bei gutem Wetter sinnvoll bis 7kw. Der Rest ist Reserve für den Hausverbrauch, um Netzbezug zu vermeiden, da die Regelung des Autos relativ träge ist und der WR halt nur die 8kW kann.

    Ein BKW bringt halt zum Laden nicht genug Leistung, die 800Watt reichen nicht mal um die 1,4kW Mindestladeleistung bereit zu stellen.

  • Aus diesem Grund (Zeit) habe ich einen Teil meiner PV-Anlage so gebaut, dass ich relativ hohe Leistungen (9kW) puffern kann. Das ermöglicht es, auch kurze Momente mit Sonne oder günstigem Netzstrom zu nutzen.


    Allerdings ist die optimale Nutzung bzw. Verteilung der Energie ein schwieriges Feld. Um alle Zustände optimal bedienen zu können, sind sehr viele Wenns und Abers zu berücksichtigen, die eine komplette Automatisierung sehr schwer machen. Das wird nicht einfacher, wenn man noch mehr (Haus)Technik einbaut :rolleyes:

    HardCore-DIYler mit Hang zur missionarischen Weltverbesserung in freudiger Erwartung eines in den Iden des Aprils bestellten achatschwarzen Ford Explorer Premium 79kWh RWD. ETA Mitte Q3/2026

    Weitere energierelevante Haushaltsgeräte: Iconischer Fiat 500e, WallBox von Tinkerforge, PV-Anlage, WärmePumpe im energetisch sanierten Altbau

  • ich glaube, es hängt bei der Berechnung von Einsparpotential und Verbrauchskosten von der individuellen Situation ab.


    Also eigener Jahresbedarf durch die vorhandenen Verbraucher (Haushalt, BEV).


    Dieser Jahresbedarf wird ausgedrückt in Kosten.


    Demgegenüber steht das Einsparpotential durch eine aufgebaute Infrastruktur (PV, Speicher, WB, WP).


    Die Kosten der Infrastruktur müssen sich über die Zeit amortisieren.


    Diese Rechnung muss aber jeder für sich machen.

    Bestellt am 24.7.2024: Ford Explorer, 77 KWH, 210 KW (286 PS), Artic Blue Metallic, Fahrerassistenz-Paket, Ford Ergonomie-Sitz, Ganzjahresreifen (wintertauglich), Garantie- Schutzbrief: Ford Flatrate+ 4 Jahre 40.000 km. Produktionsbeginn 4.11.2024, Lieferung zum Händler 26.11.2024 (4 Monate 2 Tage), Zugelassen am 6.12.2024 (11 Tage)

  • Danke, das ist alles interessant zu lesen, ich freue mich über jeden Input.


    Meine Rechnung im Zuge auf die Kilowattstunde umgelegter Erstehungskosten sieht aktuell wie folgt aus:

    Investition 10.000 Euro (Montage würde ich größtenteils selbst machen, habe meine komplette Hauselektrik auch selbst gemacht und nur den Zählerschrank vom Fachbetrieb installieren lassen).

    20 Jahre Nutzungszeit = 240 Monate.

    10.000 Euro / 240 = 41,66 Euro umgelegte Kosten / Monat. Bei angenommenen 350 kWh Ladebedarf für's Auto sind das 11,9 Cent umgelegt auf die KWh. Immer davon ausgehend, dass ich mir ohne Ladebedarf keine große PV-Anlage zulegen würde. Rechne ich die entgangene Einspeisevergütung von 8 Cent drauf, bin ich bei 19,9 Cent Kosten / KWh. Gegenüber 35 Cent von den Stadtwerken. Bei e-Auto-Tarif wäre der Bezugspreis wahrscheinlich geringer. Ich würde also meiner Rechnung nach rund 15 Cent / KWh sparen (gemeint ist Wallbox ohne PV ggü. Wallbox mit großer PV-Anlage). 15 Cent x 350 KWh / Monat = EUR 52,50 je Monat.

    Die Anlage hätte sich - rein auf's e-Auto bezogen - bei mir also nach 190 Monaten, das sind knapp 16 Jahre, amortisiert.


    Selbstverständlich spielen weitere diffuse Faktoren eine Rolle: Wohin entwickeln sich Gas und Strompreis, was bedeutet mir energetische Unabhängigkeit, etc etc.


    Und bei der Entscheidung zugunsten einer großen Anlage kommen dann die weiteren Überlegungen: Dicke Wärmepumpe oder die Sparfuchs-Variante mit Brauchwasserwärmepumpe und Split-Klimaanlagen zum Heizen / Kühlen (Kühlen wäre sogar ein Vorteil der Sparfuchs-DIY-Baster-Lösung, da eine dicke WP das üblicherweise nicht kann). Ich nenne das immer in einem Zuge, weil eine große PV-Anlage ohne viel Eigenverbrauch durch Wallbox, Wärmepumpe oder Klimaanlage, möglichst in Kombination mit entsprechend großem Akku, mMn ja wenig finanziellen Sinn macht.


    Wobei ich mir einbilde, dass ich ohne Wallbox unsere normalen Verbraucher und eine WWWP sogar mit meiner aufgerüsteten Balkonanlage (8 Module, Anker 4 kann 4.800 W verarbeiten, 5 KWh Akku, 2.500 W Einspeisung mit 5 x 2.5mm Kabel, Elektriker notwendig) über weite Phasen des Jahres versorgen kann. Was sich meiner Rechnung nach wesentlich schneller amortisiert als die dicke Lösung von weiter oben.


    Da werde ich wohl noch so einigen Input aus Foren und Youtube in mich aufsaugen .....


    Verrückt machen tue ich mich jedenfalls nicht. Ich warte in Ruhe ab. Denn das öffentliche Laden für 39 Cent DC (mit Abo) ist mit 7 - 12 Euro / 100 km (je nach Fahrprofil) ja ohnehin deutlich günstiger als die aktuell 17 - 30 Euro meines Benziners.

    Ford Explorer BEV Interessent
    Ford-Erfahrung mit verschiedenen Transits seit Jahrzehnten und 4 Jahren Mustang GT 5.0 10AT

    Standort Ostwestfalen-Lippe PLZ 32

  • MarcV8 #Dicke Wärmepumpe... Ich bewohne einen (energetisch) sanierten 190m² Altbau und habe eine 7kW-WP im Einsatz, was bislang sehr ausreichend ist. Aktuell plane ich gerade eine Splitklimaanlage, die ca. 5kW haben wird.

    Letztlich wird unser Jahresenergieverbrauch dank 2tem BEV und Klimaanlage weiter ansteigen.


    Ich sehe das viele verbaute Geld auch als Investition in mein Haus, welches dadurch eine beachtliche Wertsteigerung erfahren hat. Wenn Falls ich mal fertig werden sollte, werden sich die jährlichen Energiekosten (inkl. Haushalt, Heizung/Kühlung, Warmwasser und BEVs) in einem Bereich klar unter 1k€/Jahr bewegen.

    HardCore-DIYler mit Hang zur missionarischen Weltverbesserung in freudiger Erwartung eines in den Iden des Aprils bestellten achatschwarzen Ford Explorer Premium 79kWh RWD. ETA Mitte Q3/2026

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