Ich wiederbelebe dieses Thema mal, weil im Thema "Verbrauch Langstrecke" eine kleine Offtopic-Diskussion dahingehend aufkam, wie hoch die Kosten beim Laden über die eigene PV-Anlage wirklich sind.
Damit ich dort nicht zum offtopic beitrage, habe ich den Text dort herauskopiert und gelöscht:
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Auf diese rund 13 Cent (8 durch entgangene Einspeisevergütung plus 5 durch Gestehungskosten geteilt durch erzeugte kWh während der Lebensdauer der PV-Anlage) bin ich auch schon mal überschlägig gekommen.
In meiner Konstellation (Firmenwagen, Firmen-Ladekarte) bin ich mir daher aktuell unsicher, ob ich zuhause in eine große PV-Anlage (20 Module oder mehr) investieren sollte. Selbst, wenn ich den Strom der Firma zu marktüblichen 35 Cent verkaufen kann (also "Gewinn" für mich 22 Cent je kWh). Da würde ich bei angenommenen 350 kWh Energiebedarf für's Auto also 77 Euro / Monat über den Stromverkauf (Auslagenerstattung aus Sicht der Firma) netto hereinbekommen (350 x 22 Cent).
Kaufmännisch gesehen muss man ja so rechnen, als würde man die Anlage kreditfinanzieren oder berücksichtigen, was das vorhandene Geld angelegt abwerfen würde.
In der Praxis hätte ich keine 10 Mille liegen, müsste also tatsächlich finanzieren.
Stromkosten haben wir bislang rund 90 Euro im Monat ohne Grundgebühr. Wenn ich also in den sonnigen Monaten autark wäre, hätte ich auf der Habenseite rund 170 Euro stehen. Bei rund 200 Euro angenommenen Finanzierungskosten für die PV-Anlage je Monat. In der kalten und dunklen Jahreszeit hätte ich allerdings nichts als Kosten, da nur wenig PV-Ertrag. Also maximal 290 Euro "Stromkosten" gesamt ggü. jetzt 90.
Ich kann da noch so keinen rechten finanziellen Vorteil für mich erkennen, im Sinne der Investition in eine große PV-Anlage. Daher würde ich den Explorer wohl meist mit der Firmenladekarte öffentlich laden.
Habe ich eventuell einen Denkfehler oder gibt es Förderprogramme / steuerliche Anreize / etc. die das ganze finanziell trotzdem sinnvoll erscheinen lassen? Bezieht man das Thema Heizen mit ein (aktuell Gas) sieht die Rechnung natürlich total anders aus, aber dann steht auch eine Riesensumme an Investition zur Debatte.
In Sachen PV habe ich aktuell nur Balkon-PV-Erfahrungen (4 Module, kein Akku) und würde als nächstes in eine Anker 4 (5 kWh Akku, 4,8 Kw PV-Eingang, 2,5 kW Einspeisung ins Haus möglich) investieren wollen, womit wir bei durchschnittlich nur 6,2 kWh Tagesverbrauch recht gut hinkommen sollten. Bei insgesamt unter 2.000 Euro Investition (1.500 für die Anker und 500 für 4 weitere Module, Kabel und Kleinteile).
Und scheue mich aus oben geschriebenen Gründen aktuell davor, privat eine Riesensumme zu investieren, um daheim laden zu können, was man verallgemeinert gesprochen ja auch recht günstig an der öffentlichen Ladesäule tun kann.