Düstere Aussichten für Ford in Deutschland

  • Tommy43

    ......Abnahmeverpflichtungen und Strafzahlungen ist halt das, was in der Fachpresse als Fords zusätzliches Problem identifiziert wird. Bei solchen Verträgen keine Mindestabnahmen und Vertragsstrafen vorzusehen, wäre absurd. Ob es nun die vollen 1,2 Mio oder evtl. "nur" 800.000 sind ist eigentlich unerheblich. .....



    Das steigert meine Überzeugung nicht wirklich. Synonyme wie "Fachpresse" sind für mich kein Beleg für irgendeinen Wahrheitsgehalt. Artikel der "Fachpresse" zu meinem eigenen Berufsbereich lassen mir in nicht seltenen Fällen die Haare zu Berge stehen. Sieh es doch einmal anders herum:

    Du bis ein, in Konkurrenz zu anderen Wettbewerbern stehendes, umsatzabhängiges Unternehmen (VW) und kannst eine Vereinbarung zur Abnahme einer signifikanten Menge eines Deiner Produkte erzielen. Dabei stehst Du in einer Situation (bis 2026), dass Deine Werke, in denen Du auf die neue Technologie gesetzt hast und teures Geld gekostet haben, deutlich überhöhte Produktionskapazitäten aufweisen. In welcher Verhandlungsposition bist Du dann gegenüber einem potentiellen Kunden, der es Dir erlaubt zumindest einen guten Teil Deiner Überproduktion aufzufangen? Wie sehr glaubst Du Deinen Vertragspartner, der alles dies weiß, knebeln zu können?

    Nochmal, selbstverständich wird es vertragliche Mechanismen geben, die verhindern, dass Ford einfach irgendwelche Fantasiezahlen aufruft und dann nichts abnehmen muss. Aber dieses teils kolportierte Dogma: Oh Gott oh Gott, der wirtschaftliche Weltuntergang Fords ist nahe, die haben zu hohe Plattformzahlen bei VW geordert, ist schlichte Marktschreierei. Auszuschließen ist nichts, auch nicht die gesteigerte Unfähigkeit des Ford Managements . Sollten aber auch dort noch Reste alter deutscher Unternehmenskultur vorhanden sein, wurde bei der betreffenden vertraglichen Grundlage voraussichtlich Augenmaß bewahrt.

    Gegenbeispiele gibt es natürlich hinreichend: Bayer/Monsanto zum Beispiel.

    Aber ausser Medienveröffentlichungen haben wir nichts. Wenn man dazu noch weiß, dass diese Veörffentlichungen, sei es von VW, sei es von Ford einen eigenen Zweck haben, gehe ich da mit einer gehörigen Portion Skepsis ran.

    Ford Explorer Premium RWD, 77 kWh, magnetic grey metallic, Fahrerassistenzpaket, bestellt 14.04.26, ausgeliefert 27.04.2026.

  • um wieder zurück zu nachprüfbaren Tatsachen zu kommen. Btw 41% mehr im Vergleich zu was? Vorjahr? Capri? Waschmaschinen? Hat er sich dazu geäußert?

    Auf meine Anmerkung das die Verkaufszahlen bei Explorer/Capri angezogen sind, sprach er von 41%. Auch der Puma E ginge gut.

  • Ich habe jetzt einmal weiter im Internet gewühlt. Unabhängig davon, dass wir nicht wissen, ob und welche Mindestabnahmemenge vereinbart worden ist und welche Sanktionen hieraus resultieren, lässt eines aufhorchen: Die Aussetzung der Patronatserklärung der US-amerikanischen Konzernmutter für Ford in Europa, wohl in 2025. Man kann das so verstehen, das Ford USA die Kapriolen im Geschäft in Europa schlicht leid ist, weshalb man die schützende Hand zurückgezogen hat. Gleichzeitig ist zwar ein erheblicher Mittelzufluss erfolgt. Aber Ford Europa/Deutschland hat eine Absicherung weniger. Das Ganze kann natürlich auch völlig anders gewertet werden, so dass Ford (USA) die Umstrukturierung durch Milliarden Zahlungen an die Deutsche Tochter unterstützt und damit in die Zukunft von Ford in Europa investiert.

    Quellbeispiel

    Was hier aber letztlich hinter den Kulissen tatsächlich Intention war, werden wir wahrscheinlich als Letzte mitbekommen. Mein Misstrauen in Presseveröffentlichungen verringert sich dadurch irgendwie nicht. Andererseits........vielleicht investiere ich demnächst in Aluhüte:)

    Ford Explorer Premium RWD, 77 kWh, magnetic grey metallic, Fahrerassistenzpaket, bestellt 14.04.26, ausgeliefert 27.04.2026.