Lädt das Auto die 12V Batterie bei niedriger Spannung automatisch über den DC/DC Wandler im Hintergrund nach, oder könnte man die Batterie theoretisch entleeren? Hat jemand Erfahrungsberichte aus der Praxis?
Das ist ja genau der hopping point!
Häufig liest man dergleichen, dass die 12V bei niedrigem Stand nachgeladen wird (bei meinem E-Motorrad BMW und in der BDA des Kuga sowie Mach E kann man das durchaus so interpretieren), das erfolgt aber nach meiner Erfahrung eben nicht, wenn die „Zündung“ ausgeschaltet ist. Da ist die 12V auf sich alleine angewiesen und wenn die eben einen Niedrigwert unterschritten hat, ist das System tot. Es lässt sich dann zwar häufig wieder durch eine externe Starthilfe oder externes Aufladen kurzzeitig für einen Start wiederbeleben, aber nicht nachhaltig am Leben erhalten.
Ich hatte das zB beim Kuga, die 12V-Batterie war nach nur 14 Monaten Lebensdauer leer, warum auch immer, sie ließ sich vom ADAC einmalig für einen Start wiederbeleben. Die tote Batterie hatte ich über die FPA gemeldet, ich sollte nach Wiederbelebung durch den ADAC erst einmal 2 Stunden fahren, um so sie Batterie wieder aufzuladen.
Das brachte aber nix, nach der Fahrt wieder abgeschaltet, startete das Auto wieder nicht.
Folge: Wieder über die FPA den ADAC herangerufen und das Auto wurde in die Werkstatt geschleppt…
Das gleiche passierte mir nach 18 Monaten mit dem Mach E, dort wurde die Batterie gleich getauscht.
Will sagen - nach meinen Erfahrungen wird eine selbst ggf. in BDA stehende Behauptung, die 12V würde bei Erreichen eines gewissen niedrigen Ladestands automatisch aus der HV nachgeladen, nicht bei einem ausgeschaltetem System…die 12V-Batterie kann, wenn Module in unseren fahrenden Computern von uns unbemerkt nicht alle heruntergefahren werden, sehr schnell entladen werden.
In meinem Mach E verliere ich mitunter häufiger mal um die 10% 12V-soc in einer Nacht, in Spitzen waren es schon mal 20%.
Niemand weiß, woran das liegt, welche Module da nicht richtig heruntergefahren werden.
Die FPA deaktiviere ich schon über Nacht, damit von dort aus keine Datenanfrage stattfinden könnte, die das Auto in der Nacht „aufwecken könnte“.
Das scheint aber kein fordspezifisches Problem zu sein, man liest das öfter auch bei anderen Herstellern von E-Autos.
Imho werden von den Herstellern so schwache LVB so kostengünstig wie möglich eingebaut, die den Anforderungen längerfristig nicht gerecht werden.
Ich habe schon bei anderen Herstellern gelesen, dass ein Austausch der 12V-Batterie zu einem Inspektionsintervall von 2 Jahren vorsorglich dazugehört (Verschleißteil)🤬 Da wird schlichtweg der Kunde zum Leidtragenden der Einsparungen der Fahrzeughersteller…