.... weil wir alle unsere Fahrzeuge länger als 400.000 Km fahren? Ich komme bei meinem 79 kWh Akku und meinem durchschnittlichen Verbrauch (ca. 16 kw/100 Km) netto auf eine Mindestzyklenzahl von ca. 409.000 Km. Schaut man die youtubes von Tom Bötticher (heißt der glaube ich), gewinnt man den Eindruck, dass die Akkus die Mindestzyklenzahl im realen Leben bei 0815 Bedinungen locker deutliche übersteigen, LFP vermutlich mehr, NMC vermutlich nicht ganz so viel. Dabei sollte man mit dem Missverständnis aufräumen, dass die Zyklenzahl die Anzahl der Ladevorgänge wiedergibt. Dem ist nicht so. die Zyklenzahl gibt die Ladungen von 0 auf 100% an. Wie oft ich zwischendurch beispielsweise von 30 auf 50% lade ist dabei wurscht. Mache ich das 5 x, habe ich einen Ladezylkus "verbraucht" Klar, fahre ich den Wagen nur im Gebirge mit Anhänger, fahre ihn ständig leer und lade dann nur beständig DC immer auf 100% um ihn damit dann erste einmal eine Woche rumstehen zu lassen, schaffe ich es sicher auch den Akku schneller altern zu lassen. Das ist einfach Chemie.
Ich glaube, dass Thema Akku Degradation ist für den durchschnittlichen Erwerber eine E-Neufahrzeuges schlicht eher eine allgemeines Unwohlsein als eine bisher durch Fakten basierte, begründete Sorge. Bislang bin ich keines meiner Fahrzeuge länger als 10 Jahre gefahren und komme da so ungefähr auf eine Laufleistung von 120.000 Km. Ich denke für echte Vielfahrer ist Degradation ggf. relevant, aber fährt diese Nutzergruppe ihre Fahrzeuge auch 10 Jahre oder mehr?

......und noch: Ja, es macht Sinn sich im Vorfeld seiner Entscheidung zumindest ein paar youtubes zu dem Thema Akku-Degradation anzuschauen. 