Beiträge von smartuser

    Wallboxen müssen seit 1.1.2024 bei Neuinstallation als steuerbare Verbraucher angemeldet werden. Damit das technisch funktionieren kann braucht es ein intelligentes Messsystem aus elektronischem Zähler (Smart Meter) und einem Kommunikationsmodul (Smart Meter Gateway), damit der Netzbetreiber überhaupt steuern und abregeln kann. Das Smart Meter Gateway ist die Netzanbindung. Letzteres ist eher selten vorhanden und ob das bei Neuanlagen generell eingebaut wird, weiß ich nicht (würde ich aber eher bezweifeln). Wir haben (die Wallbox wurde vor 2024 installiert und es gibt auch eine Wärmepumpe aus 2007) einen elektronischen Zweirichtungszähler (Smart Meter) aber kein Smart Meter Gateway und auch keinen Rundsteuerempfänger.. Wir erhalten den Wärmepumpenstrom trotzdem deutlich günstiger als den Haushaltsstrom (macht 25 % aus) - obwohl der Netzbetreiber mangels technischer Voraussetzung gar nicht abregeln kann. Das war nach den alten Regelungen wohl so, um WP zu fördern. Eigentlich müssten wir ein Smart Meter Gateway verpflichtend erhalten, denn wir liegen beim Verbrauch insgesamt über 6000 kWh pro Jahr. Auf meine Nachfrage beim Netzbetreiber vor sechs Monaten kam bislang keinerlei Reaktion - da scheint das Interesse auch eher begrenzt. Allerdings würde es sich für mich auch nicht lohnen, die Wallbox als steuerbaren Verbraucher anzumelden, wenn ich dafür einen zusätzlichen Zähler brauche. Wir laden, wenn immer möglich, mit PV-Überschuss (in den Monaten April bis September sind das mehr als 90%) und auch im Winter geht mit guter Steuerung mehr als man denkt. Insoweit ist der Netzbezug für die Wallbox begrenzt und der Vorteil des niedrigen Bezugspreises würde durch die Kosten eines zusätzlichen Zählers praktisch wieder aufgefressen. Mein Ziel wäre es eigentlich, die Wallbox an den Zähler für die WP zu hängen - dann bräuchte ich keinen neuen Zähler. Auf entsprechende Nachfrage auch vom Stromanbieter bislang dazu keine Reaktion.

    Insofern also offensichtlich in der Tat: "Will keiner. Es muss nur THEORETISCH möglich sein."

    Das ist leider bei allen Herstellern so.

    Daher immer der allgemeine Tipp:

    Wenn dein Auto sagt "Stop! Anhalten!", dann immer auf einen Abschlepper bestehen!!!!

    Diese telefonische Aussage "Damit können Sie ruhig noch zu uns in die Werkstatt fahren." kommt nicht von ungefähr.

    Leider zutreffend - das mit der Mobilitätsgarantie scheinen alle Hersteller ähnlich zu handhaben. Wenn ich natürlich in Zukunft bei allen kleinen Pannen den Abschlepper rufe (um Nachteile für mich zu vermeiden), führt das sicher nicht zu einer Verringerung der Kosten. Das geht letztlich auf den Preis des Autos, weil die Hersteller da sicher nicht drauflegen. Irgendwie schon ein absurdes System. In meinem konkreten Fall hatte ja sogar das Auto selbst noch Garantie (es war 6 Monate alt), da war es dann besonders absurd, dass Hyundai nicht einmal die reinen Mehrkosten des Benzins für den eigenen Verbrenner (es ging gar nicht um einen Mietwagen) übernehmen wollte (was dann am Ende wie gesagt der Händler tat, der mittlerweile in Insolvenz gegangen ist...- vielleicht war er zu kundenfreundlich). Die Hersteller kalkulieren wahrscheinlich, dass 90 % der Betroffenen keinen Rechtsstreit anfangen. Habe ich ja auch nicht, weil mir schlicht meine Nerven zu schade waren. Geld hätte es mich nicht einmal gekostet, weil vor dem Amtsgericht kein Anwaltszwang besteht.

    Ich habe bis jetzt 3x ohne Probleme an der Wallbox geladen und 1x mit diversen Ladeabbrüchen. Ich werde es beobachten, aber mehr Sorgen macht mir im kommenden Frühjahr das PV- Überschussladen :rolleyes:

    Wir hatten bis jetzt mit dem PV-Überschussladen an der eigenen Wallbox noch kein Problem. Allerdings steuert bei uns EVCC den Ladevorgang. Ob das einen Unterschied macht, kann ich nicht beurteilen, weil ich das direkte Laden nicht nutze - der Smart-Modus der Wallbox überzeugt mich nicht. Bei EVCC kann ich zudem im Modus Min +PV mit dem Mindeststrom laden (6 A pro Phase) ohne zum Auto rennen zu müssen. Im Explorer kann ich nur "reduzierter Ladestrom" auswählen, aber keinen konkreten Wert festlegen. Es sind dann 8 A pro Phase, was knapp über 5 kW pro h sind. Das ist zu viel für den Wechselrichter meiner Hausbatterie (der kann max. 4,6 kW) und führt, wenn die Sonne nicht scheint, zwingend zu Netzbezug. In EVCC ist der minimale Ladestrom etwa 3,8 kW/h - das kann die Batterie ohne Netzbezug liefern. Funktioniert bis jetzt auch beim Explorer sehr gut. Im Winter lade ich zudem auch häufiger einphasig. Führt zwar zu etwas höheren prozentualen Ladeverlusten, was mir bei PV Überschuss aber ziemlich egal ist. Dafür habe ich ein längeres Fenster, in dem ich mit PV-Strom laden kann. Dreiphasig brauche ich ja mindestens etwa 4 kW Erzeugung. Darunter lädt das Auto nicht, wenn ich nur PV-Strom nutzen will. Einphasig reichen 1,3-1,4 kW. So reduziere ich unsere Einspeisung in den sechs kalten Monaten auf unter 1 kWh pro Tag.

    Zunächst einmal Glückwunsch nach der Odyssee mit der Reparatur. Nach wie vor ist es für mich aber ein Unding, dass ein Ersatzteil für ein Fahrzeug (noch dazu ein nicht besonders ausgefallenes) über Wochen nicht geliefert werden kann. Hier wird "Optimierung" der Lagerlogistik auf dem Rücken des Kunden betrieben. FORD ist da wie gesagt nicht allein: Wir haben bei Hyundai (Ioniq 5) wochenlang auf ein Ersatzteil für die Ladeklappe gewartet. Mobilitätsgarantie wurde abgelehnt, weil ich das Auto selbst in die Werkstatt gefahren hatte. Ein Rechtsstreit war mir zu aufwendig, da habe ich lieber meine Nerven geschont. Dabei hatte sogar das Fahrzeug selbst noch Garantie. Hyundal hat sich damit aber selbst ins Knie geschossen - der Ioniq 5 war mein erster und mein letzter Hyundai. Wegen der unterirdischen Behandlung der Angelegenheit.

    Kann die App meine Push Benachrichtigungen senden wenn zb das Auto voll geladen ist?

    In der App kann unter Globale Benachrichtigungen eingestellt werden, dass eine Benachrichtigung erfolgt, wenn das Fahrzeug geladen ist. Sollte also funktionieren. Es sollte dann eine Meldung auf dem Smartphone erscheinen.

    Die Wallbox hat im "FastMode" mit 11kW aus dem Netz geladen und dennoch kam es zu den Ladeabbrüchen.

    Morgen früh starte ich noch einmal einen Ladevorgang, mal schauen ob es problemlos funktioniert :/

    Das sollte natürlich nicht sein. Die Kommunikation zwischen Wallbox und Auto scheint dann doch eine Wundertüte zu sein. Ist die Wallbox denn als steuerbarer Verbraucher angemeldet? Dann kann der Netzbetreiber ja theoretisch den Ladestrom reduzieren. Ob vollständig gekappt werden darf, weiß ich nicht. Dürfte aber eigentlich nicht zu wiederholten Abbrüchen führen. Unsere WB ist nicht als steuerbarer Verbraucher angemeldet, weshalb ich da keine eigene Erfahrung habe.

    Mir ist aufgefallen, dass im Ladeverlauf jetzt auch der Ort (Ladesäule oder Adresse der heimischen Wallbox) erfasst wird.

    Mir wäre es deutlich lieber, den Zielladestand und/oder den Ladestrom in der App einstellen zu können. Wo ich geladen habe, weiß ich in der Regel (zumal, wenn es zu Hause ist). Solche Verbesserun gen sind für mich einfach nur sinnfrei.

    Hallo, danke für deinen Hinweis. Ich habe den Ladevorgang um 8Uhr gestartet und um 13Uhr wurde er beendet. Ich stand zu Beginn ca. 15 Minuten am Explorer. Das kann nicht diese Ladeabbrüche verursacht haben, da über den gesamten Zeitraum der Ladevorgang mehrfach abgebrochen wurde. Es wäre auch sehr merkwürdig, wenn der Explorer den Schlüssel erkennt und dann mit einem Ladeabbruch reagiert :/

    Hat die Wallbox vielleicht einen smart Mode für das Überschussladen? Das führt dann dazu (je nach Empfindlichkeit der Steuerung), dass der Ladevorgang unterbrochen wird, wenn der PV-Strom nicht mehr zum Laden reicht. Was so eine Wallbox macht, wenn der Smart-Modus aktiviert ist, es aber gar keine PV gibt, weiß ich nicht. Unsere Wallbox startet standardmäßig in der Werkseinstellung bei jedem Neustart im smart Modus. Will man den nicht, muss man auf den Power Mode dauerhaft umstellen. Wallboxen sind da für manche Überraschungen gut.

    Wir hatten bis jetzt mit dem Laden des Explorer an der eigenen Wallbox kein Problem in der von Dir geschilderten Form. Wir haben aber eine PV-Anlage und laden mit EVCC (was dann die Steuerung abhängig von der Leistung der PV übernimmt), was natürlich zu Unterbrechungen des Ladevorgangs führt, wenn die PV zu wenig liefert. Diese Unterbrechungen sind aber geplant und gewollt. In der Wallbox selbst ist dauerhaft der Power Modus aktiviert, da die Steuerung ja über EVCC läuft.

    Ja, das Teil ist auf Priorität gesetzt. Allerdings frage ich mich, was das soll?

    Es ist in meinen Augen völlig inakzeptabel, ein Fahrzeug zu verkaufen, für das es im Reparaturfall keine Ersatzteile gibt. Der Kunde kauft ein Fahrzeug um damit fahren zu können, nicht um es monatelang als Standfahrzeug in der Werkstatt stehen zu haben. Ich fahre seit 50 Jahren Auto und so etwas hätte es meines Erachtens von 30 Jahren nicht gegeben. Hier wird Lagerhaltung und Lieferlogistik im Sinne der Hersteller "optimiert" und der Kunde bleibt auf der Strecke (der scheint ja nur noch als Lästigkeitsfaktor betrachtet zu werden).

    Ist aber leider kein Problem, das FORD alleine hat: Bei unserem Ioniq 5 blockierte nach 6 Monaten die Ladeklappe (die hat da einen eigenen elektrischen Stellmotor (engineering overkill) und es gibt keine mechanische Notentriegelung) Es dauerte 5 Wochen bis das Ersatzteil in der Werkstatt war. Die Werkstatt hat sich - für mich nachvollziehbar - geweigert, die Ladeklappe gewaltsam zu öffnen, weil dies den Stellmotor komplett ruiniert hätte und die Werkstatt befürchtet hat, dass Hyundai die Kosten dafür nicht übernehmen würde. Unsere Urlaubsreise (das Ganze passierte drei Tage vor dem Urlaub - und ohne Ladeklappe, die geöffnet werden kann, wird das mit dem E-Auto dann schwierig) haben wir mit unserem damals noch vorhandenen BMW X3 M gemacht (den der Ioniq 5 eigentlich ersetzen sollte, dessen Leasingvertrag aber noch lief)). Ersatzwagen über Mobilitätsgarantie wurde abgelehnt, weil ich das Auto selbst in die Werkstatt gefahren habe (ich hätte mich abschleppen lassen müssen). Ersatz der höheren Benzinkosten hat Hyundai ebenfalls abgelehnt - die hat mir am Ende dann die Werkstatt erstattet, weil die noch am Kunden interessiert waren. Originalzitat der Werkstatt (Hyundai Vertragshändler): Machen sie sich bei Hyundai keine Hoffnung auf jedwede Kulanz). Die Mobilitätsgarantie ist unter solchen Bedingungen ein schlechter Witz (machen andere aber ähnlich, wie ich aus dem Bekanntenkreis mittlerweile erfahren habe). Das Auto selbst hatte ja auch noch Garantie. Ein Hyundai kommt mir so schnell nicht mehr ins Haus.