Ohne jetzt zu weit auszuholen, aber wir erleben im hier und jetzt nunmal die Folgen des Zusammenbrechens der Globalisierung.
Es rächt sich das Jahrezehnte lange Streben nach Offshoring und outsourcing und vor allem "just-in-time" Prozessmanagment in dem vor allem auch die deutschen Industrien alles möglichst so kosten-optimiert haben wollte, dass NIX mehr im Lager wartet und alles gerade so von Zulieferern aus sonstwo in der Welt hergeschippert wird.
CEOs wurden dafür Jahrzehntelang mit dicken Boni versehen dass sie diese Prozesse reibungslos und gnadenlos auf Kosten optimiert haben. Shareholder value!
Das dabei all das Knowhow so nebenbei nach China und Asien abgeflossen ist, weil das Getriebe für die Rolltreppe oder auch Teile für unsere Autos halt einen Ticken und Tacken günstiger zu produzieren waren - Nebensache!
Hat man halt wertvolle Maschinen nach China geshippert und Fabriken aufgebaut, die Chinesen haben alles fleissig mitgeschrieben und Polaroids gemacht, Nachts dann schön Wissen oder Teile selbiger Maschinen kopiert oder gleich schwarz weiterproduziert und nun schaffen sie qualitativ auf selbem Niveau und billiger und deren staatliche Unterstützung weiss dass man mit der Prioritisierung von Rohstoffen für die heimische Industrie zu allererst aber mal so richtig gut Politik machen kann wenn man zur neuen Supermacht aufsteigen will.
Dazu die weltweite Instabilität durch fossile Rohstoffkriege und man hat einen selbst geschaffenen "perfect storm" für viel Wohlstandsverlust und lange, lange Wartezeiten.
Da fragt sich dann selbst der durchschnittlichste deutsche Michel dann, warum er wieder fast so lange auf eine Karre warten muss wie auf einen Trabant oder Wartburg in der SBZ damals.
Aber immerhin ein Lichtblick: Wir sind hier alle aktiv daran beteiligt dass Deutschland weniger in Gas und Öl-Geiselhaft genommen wird in Zukunft!
Wartezeit 8 Monate?!!!
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Waren gestern bei der Werksführung in Köln. Aktivitäten waren eher verhalten, vor allem im Rohbau. Lag daran, dass sie bis einschließlich heute nur noch die alten Bestände aufbrauchen/verbauen. Materialreichweite beträgt wohl 1,3 Tage. Ab Montag wird dann "umgebaut" und nach den Osterferien startet das neue Update.
Beeindruckend war, wie hoch der Automatisierungsgrad dort ist (98%): Die Hallen vollgestopft mit Robotern für alle möglichen Aufgaben, Vermessungen/Kontrollen nach (fast) jedem Produktionsschritt und außer bei der Endmontage kaum noch Mitarbeiter zu sehen. Kenne ich aus meiner Zeit im Studentenjob noch ganz anders. Montagsautos (die wohl eher Freitagnachmittagsautos sind) dürften da eigentlich nicht mehr vorkommen...
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Montagsautos (die wohl eher Freitagnachmittagsautos sind) dürften da eigentlich nicht mehr vorkommen...
Die besagten Montagsautos sitzen meist schon schlecht gelaunt und ungeduldig zu Hause und warten nur auf Pflichterfüllung!😜