Wir fahren seit mehr als vier Jahren elektrisch, überwiegend laden wir an der eigenen Wallbox. Auf Fernreisen (auch zu Urlaubszeiten) hatten wir bis jetzt noch nie ein Problem, eine freie Ladesäule zu finden. Ja, die Auslastung hat zugenommen, aber einen echten Engpass kann ich nicht erkennen. In der ländlichen Gegend, in der wir wohnen ist die nächste Ladesäule in der Regel deutlich näher als die nächste Tankstelle. Aber da gibt es schon deutliche regionale Unterschiede. In Frankfurt in der Stadt ist es z.B. deutlich schlechter als bei uns.
Das Problem in den Städten dürfte sein, dass die Netze begrenzend sind. Hat unser Sohn in der Tiefgarage, in der er einen Stellplatz gekauft hat, erlebt. Dort gibt der vorhandene Anschluss noch Strom für eine eine Wallbox her (für 32 Plätze). Da wird es dann auch mit Lastmanagement eng, wenn es einige E-Auto-Fahrer gibt. Ertüchtigung des Netztes ist für den Versorger wirtschaftlich uninteressant; es bräuchte einen Mittelspannungstrafo. Kosten mit Anschluss signifikant fünfstellig - diese Kosten müssten die Stellplatzeigentümer tragen. Unser Sohn lädt jetzt an einem Supermarkt in 400 m Entfernung zur Wohnung. Probleme eine freie Säule zu finden, hatte er dort bislang selten. Demnächst lädt er dann im eigenen Haus an der eigenen Wallbox.