Auf anderen Märkten

  • ...... Inzwischen wurden und werden in Norwegen die kaufanreizenden Vorteile peu à peu zurückgefahren; sind ja nicht mehr nötig, da man privat sowieso keinen Verbrenner mehr neu zulassen kann.


    Übrigens: Ich meine, es liegt auf der Hand, daß die Norweger auch in den Vorjahren zum überwiegenden Teil allein wegen der Steuerpolitik und den Kaufanreizen zum E-Auto gegriffen haben und Freiwilligkeit oder gar ein Umweltbewußtsein eher weniger eine Rolle spielten. Wir fahren seit über 25 Jahre im Sommerurlaub fast nur nach Norwegen. Es ist absolut erstaunlich, wie viele Norweger im ländlichen Raum seit Jahr und Tag ihre Motoren auf den Parkplätzen laufen lassen - z.B. beim Einkaufen o.ä., 10 oder 20 Minuten sind da keine Seltenheit. Im Winter könnte ich das ja noch verstehen, aber im Sommer halte ich die dafür nötige Häufigkeit von Startproblemen schon aus statistischen Gründen für ausgeschlossen. So sehr ich Land und Leute mag, glaube ich, daß etliche Norweger eigentlich Petrolheads sind, die über Geld und vielleicht noch eher über die im Voraus bekannte Gesetzesentwicklung zur E-Mobilität gezwungen wurden; keine Überzeugungstäter.

  • ... und vielleicht noch eine Anmerkung, warum das in Norwegen mit der E-Mobilität auch ohne große Widerstände geklappt haben könnte. Neben der nicht vorhandenen Autolobby, den günstigen Strompreisen fürs öffentliche Laden und der Steuerung durch Steuern liegt in Norwegen die Eigentumsquote beim eigenen Wohnen bei ca. 80%; da ist eine Wallbox mit oder ohne PV fürs noch günstigere Laden relativ flux installiert und los geht die Sparerei. In Deutschland liegt die Eigentumsquote bei 49%, d.h. für 51% wäre eine Wallbox Verhandlungssache und vermutlich dtl. teurer. Aus diesem Grunde hätte ich es statt der aktuellen Kaufförderung besser gefunden, Mieter zu unterstützen, also resp. Vermieter zu fördern, die ihren Mietern Wallboxanschlüsse (also noch nicht mal Wallboxen) bereitstellen (wollen).

    2 Mal editiert, zuletzt von tvinnefossen ()

  • allein wegen der Steuerpolitik und den Kaufanreizen zum E-Auto gegriffen haben

    Aus welchen Gründen hat man hierzulande in den letzten Jahrzehnten wohl zum Diesel gegriffen?

    Weil der Diesel deutlich billiger ist (durch STEUERVERGÜNSTIGUNG) und dadurch den höheren Kaufpreis eines Dieselmotors Finanziell ausgleicht und Langfristig sich dadurch Geld sparen lässt?

    Bei gleicher Besteuerung von Benzin und Diesel hätte die Verbreitung des Dieselmotors, insbesondere im PKW Bereich, sich ganz anders entwickelt.

    Mein Firmenwagen war ein grüner OctaviaRS TDI. Die schlimmste Lästerei über die Farbe wurde mein Benutzername.

    Jetzt ein grauer RS TSI mit grün/blauen Streifen.

    Jetzt ein roter RS iV (PlugIn-Hybrid).

    Ab 03.2025: Premium, Allrad, "mit alles", Arctic Blue Metallic,

  • In NRW gab es 2024 eine Förderung für Vermieter zur Anschaffung von Wallboxen. Je Wallbox gab es einen Landeszuschuss von 1000 Euro. Habe ich in Anspruch genommen. Nach Beantragung habe ich innerhalb von 24 Stunden die Genehmigung erhalten und nach Installation und Rechnungsstellung war das Geld nach einer Woche auf meinem Konto.

    Bestellt am 24.7.2024: Ford Explorer, 77 KWH, 210 KW (286 PS), Artic Blue Metallic, Fahrerassistenz-Paket, Ford Ergonomie-Sitz, Ganzjahresreifen (wintertauglich), Garantie- Schutzbrief: Ford Flatrate+ 4 Jahre 40.000 km. Produktionsbeginn 4.11.2024, Lieferung zum Händler 26.11.2024 (4 Monate 2 Tage), Zugelassen am 6.12.2024 (11 Tage)

    2 Mal editiert, zuletzt von Noge2024 ()

  • Aus welchen Gründen hat man hierzulande in den letzten Jahrzehnten wohl zum Diesel gegriffen?

    Weil der Diesel deutlich billiger ist (durch STEUERVERGÜNSTIGUNG) und dadurch den höheren Kaufpreis eines Dieselmotors Finanziell ausgleicht und Langfristig sich dadurch Geld sparen lässt?

    Bei gleicher Besteuerung von Benzin und Diesel hätte die Verbreitung des Dieselmotors, insbesondere im PKW Bereich, sich ganz anders entwickelt.

    Würde jetzt nicht darauf wetten, aber so ganz sicher wäre ich mir nicht, ob sich das so großartig anders entwickelt hätte. Die geringere Dieselbesteuerung hatte ihren Grund in der Förderung/Entlastung gewerblicher Transporte und "Vertreterfahrten" etc. Mit der höheren KfZ-Steuer für Diesel wurde etwas entgegengewirkt. Für Vielfahrer war die Sache klar. Die meisten Privathaushalte mußten rechnen.

    Aber die Kraftstoffbesteuerung ist ehrlicherweise Peanuts im Vergleich zu dem, was die Norweger durchzogen. Wie bei uns auf PV-Anlagen, entfiel dort die MwSt. auf den Kauf eines E-Fahrzeuges, die zusätzliche "Strafsteuer" für Verbrenner stehen auf einem anderen Blatt. Mautfreiheit, frei Parken, Busspurnutzung (alles drei inzwischen wieder abgeschafft) waren da eher softe Zusatzargumente, Es ging über den Kaufpreis und die Verbrauchskosten und es ging, weil neben dem billigen Strom 80% der Haushalte sich ohne größeren Aufwand eine Wallbox an die Wand zimmern durfte bzw. die Ladeinfrastruktur zu moderaten Ladepreisen für den einen oder anderen vielleicht sogar die eigene Wallbox entbehrlich machte.

  • In NRW gab es 2024 eine Förderung für Vermieter zur Anschaffung von Wallboxen. Je Wallbox gab es einen Landesschuss von 1000 Euro. Habe ich in Anspruch genommen. Nach Beantragung habe ich innerhalb von 24 Stunden die Genehmigung erhalten und nach Installation und Rechnungsstellung war das Geld nach einer Woche auf meinem Konto.

    Das ist ja interessant und war für mich neu. War aber dann wohl tatsächlich eine reine NRW-Geschichte, oder? Aber gut zu wissen, daß in dieser Angelegenheit auch die Länder selbst rechtlich in der Lage wären, eigene Programme zu fahren. Ich meine ja, daß es nicht mal eine Förderung für eine komplette Wallbox sein müßte, die Infrastruktur bis zum Parkplatz zu fördern, an welchem der Mieter dann seine mobile Wallbox anschließt würde schon reichen. Aber auch dafür sollten es wohl kaum weniger als 1.000 € sein.