Beiträge von Heinz15

    ... wir reden hier ja nicht von der Rennstrecke, sondern davon beim Überholen auf der Landstraße die volle Leistung zur Verfügung zu haben. Zehntelsekunden spielen auf meinem täglichen Arbeitsweg keine Rolle, aber ein schneller Überholvorgang schon.

    Da ein Verbrenner per se recht ineffizient ist, fällt der Mehrverbrauch durch höhere AB-Geschwindigkeiten prozentual deutlich weniger ins Gewicht als bei einem effizienten BEV. Und Reichweite ist ja nicht das Problem beim Verbrenner, weil in so einen Tank zwischen 600 und 800 kWh in Form von Sprit passen, die zudem in wenigen Minuten nachgeladen sind ;)


    Der Unterschied liegt darin, dass ein zusätzlicher Ladestopp (innerhalb der Reichweite eines Verbrennertanks) eben zusätzlich Zeit kostet.

    Was ja auch verständlich ist. Wenn die am Anfang die Version mit dem kleinen Akku rausgeben und jeder Tester und Youtuber meckert über die geringe Reichweite, ist das eher kontraproduktiv.

    Hinzu kommt die Anzahl der Ladezyklen. Ein Ladezyklus ist ja jeweils von 0 - 100%.


    Der 77 kWh-Akku hat 48% mehr Kapazität als der 52 kWh-Akku.


    Somit wäre beim selben Verbrauch beim kleinen Akku die Anzahl der Ladezyklen um fast 50% höher. Wenn man sich den Verbrauch im Konfigurator (Standard-Version) ansieht, ist der WLTP-Verbrauch des Standard-Range mit 16,3 kWh sogar noch gut 12% höher als der WLTP-Verbrauch des RWD Extended Range mit 14,5 kWh.


    Somit wird die Anzahl der Ladezyklen bei derselben Laufleistung wohl 55-60% höher sein, was natürlich auch eine größere Degradation verursacht.

    Gerade ein E-Auto muß zum individuellen Streckenprofil passen, sonst wird man nicht glücklich damit. Vordergründig ist es die Reichweite, die hier passen muß.


    Hier ein Link zum Standard-Range bei EV-Database, da sind auch relistische Reichweitenprognosen drin: https://ev-database.org/de/pkw…plorer-Standard-Range-RWD


    Aber auch hier muß man berücksichtigen, dass einerseits von 100% SOC ausgegangen wird uns andererseits eine AB-Geschwindigkeit von 110 km/h vermutet wird.


    In der Praxis soll man ja nicht jedes mal auff 100% sondern im Optimalfall nur auf 80% laden. Auch wird man es nicht schaffen, genau mit 0% laden zu können, somit nutzt man in der Regel 70 - 75% des Akkus. Das wären dann noch 36 bis 39 kWh. Wenn mit den Jahren durch Degradation die Akkukapazität noch abnimmt, wird es noch weniger.


    Meine Meinung: Kann man machen, wenn man zum Einen eine eigene Wallbox hat und zum Anderen der Wagen ein Zweitwagen ist, der nur im Umkreis von rund 50 km um den Kirchturm eingesetzt wird. Will man auch die eine oder andere längere Strecke fahren, den großen Akku nehmen.


    Nachdem sich 2022 die Auslieferung meines Enyaq verzögert hatte, bin ich für 3 Monate einen ID.3 mit 58 kWh im Auto-Abo gefahren. Für den Alltag (ich pendle 80 km am Tag) hat das gut funktioniert, aber längere Strecken haben keinen Spaß gemacht.


    Daher hatte ich mich beim Kauf des Cupra Born, den jetzt meine Lebensgefährtin fährt, für den 77 kWh-Akku entschieden.


    Zudem sollte man, wenn man den Wagen kauft und nicht least auch noch den Wiederverkauf berücksichtigen. Nimmt man den Extended Range hat der auch in einigen Jahren mit einer gewissen Degradation noch deutlich mehr Reichweite als ein neuer Standard-Range. Nimmt man jedoch den Standard-Range und möchte den nach einigen Jahren mit 10 - 15% Degradation verkaufen, wird der fast unverkäuflich. Aus diesem Grund würde ich einen Standard-Range, wenn er ansonsten paßt, nur leasen, aber keinesfalls kaufen.


    Ich bin ein großer Fan der E-Mobilität, weil es mir einfach Spaß macht ein E-Auto zu fahren. Aber mit dem Spaß ist es schnell vorbei, wenn die Alltagstauglichkeit für das persönliche Nutzungsprofil unter einem zu kleinen Akku und dadurch unter zu geringer Reichweite leidet.

    Ich war jetzt gerade mit dem Enyaq unterwegs, es ist ein 80x in der Sportline-Variante (keine Ahnung ob das eine Rolle spielt).


    Wenn ich in den Sportmodus wechsle, zeigt er mir oben im Fahrerdisplay erst "Fahrprofil Sport" und nach ein paar Sekunden "Rekuperationsstufe 2".


    Wechsle ich zurück in den Normalmodus zeigt er mir "Fahrprofil Normal" und danach "Rekuperationsstufe Automatik".

    ... ja, aber im Normalmodus ist keine Stufe aktiviert und ich kann auch keine zurücknehmen. Im Sportmodus ist eine höhere Rekuperationsstufe aktiv, die ich mit den Wippen zurücknehmen kann. Ich werde es heute nochmal testen, nicht dass mir die Erinnerung einen Streich spielt ;)

    ... besonders schön sieht man es beim Enyaq, der ja Schaltwippen zur Einstellung der Rekuperation hat. Damit kann man die Rekuperation im Sportmodus auch zurücknehmen und so dann auch im Sportmodus segeln. Ich meine es sind zwei Stufen, die man da zurücknehmen kann.


    Der Cupra Born hat mit Sport- und Cupra-Mode zwei Sportmodi, wie auch der i4 mit Sport und Sport Plus. Ich empfinde im jeweils Stärkeren auch die Rekuperation nochmals stärker.

    Was mir neu war, die erhöhte Rekuperation im Sport Modus, wozu das wohl dient???

    ... ist aber bei jedem BEV so, den ich bisher gefahren habe.

    Ist vielleicht eine Reminiszenz an den Verbrenner. Dort ist man beim sportlichen Fahren ja meist im niedrigen Gang unterwegs, was beim Gas wegnehmen auch eine stärkere Bremswirkung generiert.