Der vorletzte Satz ist interessant, denn die Frage stelle ich mir regelmäßig, wie groß ist tatsächlich der Anteil an HPC Ladevorgängen der Nutzer, mehr noch, der Kritiker.
Sehe ich mein eigenes Ladeverhalten an, dann verschiebt es sich langsam und stetig in Richtung AC-Ladung, Grund ist, dass an immer mehr Zielorten, die ich ansteuere AC-Ladepunkte sind, die es vor einigen Jahren nicht gab, zusätzlich wird das Fahrzeug von immer mehr Nutzern verwendet, die urban unterwegs sind
. Ich würde abschätzen, dass ich jetzt vielleicht noch 10% der Ladevorgänge HPC mache, zu Beginn waren es geschätzte 40-50% bei ca. 30.000km Jahresfahrleistung.
Aus diesem Grund bin ich ja der Meinung, dass es sinnvoll wäre, wenn ein BEV ab Werk mit 22 kW laden könnte. Da hätte man ohne Erweiterung der Infrastruktur die Kapazität fast verdoppelt, weil ja rund 90% der öffentlichen AC-Lader die 22 kW können.
Und dann würde auch eine Blockiergebühr ab 3 oder 4 Stunden Sinn machen. Jetzt bei 11 kW Ladeleistung des Autos, zahlt man ja schon Blockiergebühr wenn man gut 30 oder gut 40 kWh geladen hat.
HPC-Laden findet bei mir auch nur auf Langstrecke statt. Ansonsten lade ich im Büro PV und zu Hause und in der Zweitwohnung an einer 11 kW-Wallbox.
Aber so gut 20 HPC-Ladungen kommen im Jahr schon zusammen, wenn ich mir meine Ladehistorie so ansehe. Da sind aber auch welche mit nur 20 - 30 kWh dabei, damit es bis nach Hause reicht.