Beiträge von hsispeg

    Das sind zwei unterschiedliche Probleme.

    Reine Software-EMS, vor alle wenn sie nicht mit einem "echten" Meßgerät verbunden sind, reagieren ziemlich träge. Das ergibt sich zum einen durch die Latenzzeit, die manche Stromzähler bis zur Weitergabe an den optischen Sensor haben, Abfrageintervalle im EMS und Latenzen bei der Weitergabe der Steuersignale über MQTT an die Wallbox. Diese muss dies dann auch noch umsetzen.

    Die Wallbox bekommt vom EMS das Signal, den Ladevorgang zu starten. Wallbox legt Signalpegel an CP an, das Auto merkt das (im Idealfall) und gibt Ladebereitschaft zurück. Nach Ladestart nimmt das Auto alles, was die Wallbox liefert. Wenn die Wallbox dann aber vom EMS noch keinen Ladestrom vorgegeben bekommt, dann bekommt das Auto u.U. die volle Ladekapazität. Kann die Wallbox also nicht schnell genug abregeln, dann gibt es hier eine Ladespitze. Das ist normal und nicht besorgniserregend. Innerhalb einer Minute sollte sich der Pegel dann auf den tatsächlichen Überschuß minus evtl. eingestellten Puffer (je nachdem, welche Strategie man fährt) einpendeln.

    In meinem Fall bekommt die Wallbox (go-e Gemini Flex 2.0) die Info über den Überschuß direkt vom dazugehörigen go-e Meter, der direkt den ausgehenden Strom an den Kabeln im Zählerschrank misst. Die Steuerung des Überschußladens übernimmt also die Wallbox direkt und weiß so immer genau, welcher Ladestrom freigegeben werden darf. Hatte das im Vergleich auch mal von CleverPV steuern lassen, das war aber immer langsamer und ungenauer.

    Es kann natürlich sein, dass es Autos gibt, die nicht sofort die volle Ladeleistung abrufen, sondern von selbst langsam hochfahren und die dann keine solchen Ladespitzen verzeichnen. Der Explorer gehört da aber nicht dazu.


    Richtig, weil technisch nicht möglich, wie weiter oben bereits erklärt. Das Auto kann keinen Ladestrom steuern, den es nicht bekommt. Wenn das Auto also z.B. mit 7 kW lädt, dann liefert die Wallbox 7 kW, während sie nur z.B. 3 kW freigeben sollte. Insofern liegt das Problem in der Wallbox bzw. EMS, nicht im Auto.

    Wie liest dein EMS den Einspeiseüberschuß aus?

    Schrieb ich doch.

    Nein, Du schriebst, dass die Begrenzung des Ladestroms im Fahrzeug passiert. Das Fahrzeug wird aber immer mit dem zur Verfügung stehenden Strom laden (bis zur maximalen Leistung), es sei denn, man begrenzt diesen manuell. Das ist dann aber fix. Dynamisch begrenzen kann den Ladestrom nur die Wallbox. Aber lassen wir das, denn es hilft dem Threadersteller nur bedingt.

    Die Wallbox steuert das Auto und teilt dem Fahrzeug über ein PWM Signal mit ymit, welcher Stromstärke geladen werden kann. Die Begrenzung des Ladestromes geschieht dann im Fahrzeug.

    Das ist falsch. Über die CP-Leitung erfährt die Wallbox, dass das Auto angeschlossen ist. Das Auto erfährt darüber, welcher Ladestrom maximal zur Verfügung steht. Die Steuerung des Überschußladens erfolgt ausschließlich im Netz des Hauses.

    Die Wallbox steuert den zur Verfügung stehenden Strom, nicht das Auto. Wenn die Wallbox nur 3,5 liefert, kann das Auto nicht 7,1 laden. Zudem ist es auch technisch unmöglich, denn über Typ2 gibt keine Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladeeinrichtung.

    Beim Überschußladen hat die Wallbox in der Regel erstmal keine Begrenzung eingestellt, sprich das Auto bekommt erstmal den vollen zur Verfügung stehenden Ladestrom. Die Aufgabe eines EMS ist es nun, zu reagieren, und die Wallbox anzuweisen, weniger Strom ans Auto zu liefern. Daher dauert es einige Zeit, bis sich das einpendelt. In dieser Zeit ist Netzbezug oder Bezug vom Speicher normal. Hier hilft nur zu schauen, welche Einstellungen am besten funktionieren.

    Wie ist dein Setup zuhause?