Das sehe ich anders. Ich bin selbst beruflich in dem Bereich tätig, der "eskaliert". Soweit dem Händler als Vertragspartner nach Ablauf einer zumutbaren Frist keine wirtschaftliche Nachteile drohen, beruht seine Motivation im Wesentlichen auf good will. Erkennt er aber, dass ihn Folgekosten ereilen können (Schadenersatz aus Verzug), ist das eine deutliche Motivationshilfe um seinerseits etwas mehr Energie in den Druck auf Ford selbst zu richten. Meine Erfahrung lehrt, dass sich der Sitzende weit eher aus dem Stuhl erhebt, wenn man den Stuhl anzündet (Disclaimer: Achtung, rein bildliche Metapher
) .
Ich sehe das genauso wie Du.
Für Gewährleistungsansprüche ist laut Gesetz einzig und allein der Verkäufer (also der FFH) zuständig. Wenn der auf den Hersteller verweist, dann will er den Kunden nur abwimmeln. Wer sich abwimmeln läßt, ist selber schuld.
Ich würde mich also auf den FFH fokussieren und ihn nicht aus seiner Pflicht entlassen. Parallel und zusätzlich kann ich natürlich auch noch den Hersteller kontaktieren. Allerdings würde ich mir davon nicht allzu viel versprechen.
Das ist das eine. Auf der anderen Seite kostet es mich Zeit und Arbeit, insbesondere wenn ein Rechtsanwalt und/oder ein Gutachter eingeschaltet wird. Und hier scheiden sich die Geister. Jeder muss für sich selbst entscheiden, was für ihn wichtig ist.
Für mich ist dieses Forum eine wichtige Hilfestellung. Die geteilten Erfahrungen - insbesondere über erfolgreiche Reklamationen und Abhilfen - sind für mich wertvolle Hilfen bei der Entscheidung, ob ich mich bei einer bestimmten Sache weiter engagiere oder die Sache auf sich beruhen lasse.
Auf jeden Fall gefallen mir der Ton und die Umgangsformen in diesem Forum. Da habe ich in der Vergangenheit schon ganz andere Foren im Internet erlebt.